Leserbrief

Doppelte?Auferstehung

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 6. April 2013

Alleluja! Haben Sie die Auferstehung schon aus der Antrittspredigt unseres Papstes Franziskus am 19. März gehört? Am Fest des hl. Josef hat er das Amt des Bischofs von Rom und sogar die Aufgabe aller Getauften im Licht des «Nährvaters Jesu» gedeutet. Am tiefsten beeindruckten mich die sehr ungewöhnlichen Vergleiche des obersten «Brückenbauers» – das ist der Titel des Papstes – mit dem Zimmermann Josef, den Gott zum Hüter seines Sohnes Jesus berufen hat.Papst Franziskus sprach vom Auftrag des Hütens und meinte den «zärtlichen» Umgang mit allen Menschen, vor allem den Ärmsten, und auch mit sich selbst und mit der Schöpfung als notwendiger Lebensgrundlage aller. Immer wieder sprach er von der gleichen Würde und gleichen Pflichten aller Getauften, nur auf verschiedener Ebene der Verantwortung.Macht nannte er Dienst aus Liebe. Jesus hatte ja nach seiner Auferstehung Petrus, der ihn dreimal verleugnet hatte, dreimal gefragt: «Liebst du mich?» Dann beauftragte er ihn: «Weide meine Schafe!» – das heisst, sorge für alle Menschen, für die Jesus, der gute Hirt, am Kreuz sein Blut vergossen hat!Am Schluss rief der neue Bischof von Rom alle zur «Hoffnung gegen alle Hoffnung» auf, denn der Gekreuzigte ist auferstanden! «Wir müssen das Licht der Hoffnung sehen, selber Hoffnung geben», sagte er. Dann wird sicher der Frühling in der Kirche anbrechen, von dem Papa Giovanni geträumt hatte. Ihm war es wichtig, die Getauften zu überzeugen, dass wir Christen «nicht berufen sind, ein Museum zu bewachen, sondern einen blühenden Garten zu pflegen, dem eine herrliche Zukunft beschieden ist». Der neue Papst tut das in Wort und Tat. Alleluja, Jesus lebt!


Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan

LLB-Filiale Schaan

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung