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Leserbrief

Karfreitag –?Chaos und Ordnung

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 30. März 2013

Haben Sie sich schon einmal geärgert über das Chaos in der Küche, im Kinderzimmer oder auf dem Schreibtisch? Die bekannte Autorin A. Schwarz lädt zum Umdenken ein. Chaos sei notwendige Vorbedingung jeden Fortschritts:Straffe Ordnung gibt Sicherheit, schränkt aber die Freiheit, die Entfaltung ein. Mitteleuropäer macht Chaos unsicher; Italiener geniessen es. Lobte Grillparzer deswegen den «Jüngling Österreich zwischen dem Kind Italien und dem Manne Deutschland»? Pubertät und Pensionierung, Heirat und Ehescheidung, ernste Erkrankung und Tod ... schaffen Chaos, zwingen die Menschen, eine neue Ordnung zu erfinden, die dem Leben dient. Chaotischen Jugendlichen muss man Grenzen setzen, damit sie die Verantwortung als Erwachsene lernen.Chaos ist auch in der Kirche und im Staat unvermeidlicher Übergang zu neuer Ordnung, die leben hilft. Wer die alte Ordnung bewahren oder sie wiederherstellen will, verhindert das Leben. Unsicherheiten, Schwierigkeiten wecken unsere schöpferischen Kräfte. Jugendweihe, Firmung, Hochzeit, Begräbnis «feiern» den Übergang vom «alten zum neuen Leben». Jesus verursachte durch sein Leben und seine Lehre unerhörtes Chaos, um uns Leben in Fülle zu schenken. Er verunsicherte die zementierte Ordnung der führenden Juden so sehr, dass er sterben musste. Karfreitag ist abgründiges Chaos – aber Gott nimmt das Ruder in die Hand und führt Jesus zur Auferstehung. Das will und kann Gott auch mit Hilfe des neuen Papstes für uns, für die ganze Kirche tun, wenn wir es ihm erlauben!

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan

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