Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Pensionskasse!?

William Gerner,Eschen | 23. März 2013

Als Versicherter habe ich mit Interesse den Swisscanto-Untersuchungsbericht gelesen. Er hat doch Erstaunliches zutage gebracht.Auf jeden Fall komme ich beim Durchlesen zum Schluss, dass die Politiker die Hauptschuld (Gesetzgebung, Aufsicht, Anlagerichtlinien) an der Misere tragen, seien das die Finanzminister, die Finanzkommission und/oder die Regierung und der Landtag generell. Für mich ist es unerklärlich oder sogar grob fahrlässig, dass die Politiker in der Gesetzgebung, in der Versicherungsmathematik und Rechnungslegung einem einzigen Experten vertraut haben.Auf jeden Fall habe ich im ganzen Bericht keinen Passus gefunden, der aussagt, dass die Versicherten eine Mitschuld tragen. Die Versicherten haben dieser Kasse ihr Geld in gutem Glauben anvertraut. Wenn sich DU-Fraktionssprecher Harry Quaderer mit seinem DU-Verein im Wahlkampf gegen eine hauptverantwortliche, grossmehrheitliche Sanierung durch den Staat (Referendum, Steuergeld) ausspricht, so muss ich ihm sagen, dass auch ihm in all den Jahren als Politiker eine Mitverantwortung für die Misere zukommt. So einfach sollte sich keiner vor der Verantwortung drücken können.Es muss auch einmal gesagt werden, dass der Staat zu wenig in die Pensionskasse einbezahlt hat, indem er die Lohnerhöhungen nicht nachfinanziert hat. Das könnte er jetzt zum Teil aus den Reserven nachholen. Dies ist übrigens kein Steuergeld, sondern Geld aus dem Verkauf der Landesbankaktien.Ich glaube, dass in dieser schwierigen Situation die Mehrheit der Versicherten, obwohl sie keine Mitschuld tragen, trotzdem bereit sind, aus Verantwortungsgefühl für die kommende Generation einen grös-sen- und sozialverträglichen Beitrag zu leisten.Wenn der Staat aber nicht in der Lage ist, hauptverantwortlich die Kasse wieder in Ordnung zu bringen, so muss er mit einer grösseren Zahl von Klagen rechnen. Das würde dann den Staat noch viele zusätzliche Millionen kosten. Ob der Staat in dieser Angelegenheit nachträglich sogar jemanden belangen kann, kann ich als Laie nicht beurteilen.Ich hoffe aber mit vielen anderen Familien zusammen, dass der neue Landtag und die neue Regierung möglichst schnell handeln und so für die angeblichen Versäumnisse ihrer Vorvorgänger geradestehen. Ein vernünftiger Vorschlag, der die Sanierung auf mehrere Jahre verteilt und den Wechsel zum Beitragsprimat vorsieht, liegt bereits vor.


William Gerner,Eschen

Glaube

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung