Leserbrief

Spendenaktion für ungewollt Schwangere in Liechtensteiner Pfarrgemeinden

Katholisches Pfarramt, Ruggell | 14. März 2013

Mit Sammelaktionen am 16. und 17. März unterstützen die Gläubigen den Verein Pro Femina e. V., der ungewollt schwangeren Frauen die Beratung und Hilfe anbietet, die notwendig ist, damit sie sich für ihre Kinder entscheiden. «Ein Schwangerschaftsabbruch – ob legal oder nicht – ist keine Hilfe. Die überwältigende Mehrheit der ungewollt Schwangeren, die sich täglich an uns wenden, wünschen sich keine Abtreibung, sondern Umstände, unter denen sie ein Ja zu ihrem Kind finden können», sagt Kristijan Aufiero, Vorsitzender des Vorstands von Pro Femina.Die Ursache für einen Schwangerschaftskonflikt ist nicht das Kind, sondern es sind ganz konkrete Probleme, die im Rahmen einer echten Beratung zur Sprache kommen und beleuchtet werden müssen: Beziehungskonflikte, familiäre Probleme, finanzielle Notlagen oder berufliche Hindernisse. Sehr oft geht der Druck zu einer Abtreibung vom engsten Umfeld einer Schwangeren aus: Vom Kindesvater, den eigenen Eltern oder anderen nahestehenden Personen. In dieser Situation gilt es, die Motive der Schwangeren ernst zu nehmen, der Frau echte Wertschätzung entgegenzubringen, für sie da zu sein, sie ehrlich und ausführlich zu beraten und mit ihr gemeinsam ein individuelles Hilfspaket zu schnüren. Dieses kann unter Umständen auch finanzielle Unterstützung beinhalten. Die überwältigende Mehrheit, nämlich über 70 Prozent der bei Pro Femina beratenen Frauen, die zuerst über eine Abtreibung nachgedacht haben, entscheiden sich doch für ihr Kind. «Das Phänomen der Massenabtreibungen, so wie wir es in Deutschland schon seit vielen Jahren haben, ist also in Wirklichkeit ein Phänomen der massenhaft unterlassenen Hilfeleistung», so Kristijan Aufiero.Der in Heidelberg ansässige Verein Pro Femina geht mit seiner Beratung neue Wege im Internet. Dank dieser intensiven, proaktiven Online-Beratung wenden sich verzweifelte Schwangere aus dem ganzen deutschsprachigen Raum an Pro Femina, vor allem natürlich aus Deutschland, aber auch aus Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Häufig findet dann die weitere Beratung am Telefon statt, manchmal auch vor Ort. Weil die Nachfrage nach der Beratung von Pro Femina so hoch ist, hat der Verein zusammen mit der «Stiftung Ja zum Leben» und dem Verein «Die Birke e. V.» das Projekt 1000plus gegründet. Ziel ist es, die Beratung und Hilfe für ungewollt Schwangere zu einem Netz im gesamten deutschsprachigen Raum auszubauen, durch das jedes Jahr 1000 und mehr Schwangere beraten werden können. Die Arbeit finanziert sich dabei ausschliesslich aus Spenden.Am 16. und 17. März werden Mitarbeiter des Projekts 1000plus in den Pfarreien Eschen-Nendeln, Triesen und Ruggell zu Gast sein, um dort ihre Arbeit für die ungewollt Schwangeren vorzustellen. Nach den hl. Messen jeweils am Samstagabend und am Sonntagmorgen werden zu Spendendosen verwandelte Babyflaschen an die Gläubigen verteilt, mit denen Geld für die Beratung von und Hilfe für ungewollt Schwangere gesammelt werden kann. Am Samstag wird ausserdem um 19.30 Uhr im Pfarrsaal in Schaan ein Vortrag über das Projekt 1000plus stattfinden, zu dem die Pfarrgemeinde herzlich einlädt.Mehr Informationen unter www.1000plus.de.


Katholisches Pfarramt, Ruggell

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