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Leserbrief

Spart das?Konkordat den?Gemeinden Geld?

Robin Schädler, Balzers | 13. März 2013

Sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,das Konkordat wurde Ihnen so dargestellt, als ob die Gemeinden dadurch jährlich Geld sparen würden. Dies stimmt nicht:Laut dem Konkordat (Art. 19–22) geht das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der Gemeinden und staatlicher Stiftungen (Kirchen, Pfarrhäuser, Kapellen und deren Inventar) faktisch in das Eigentum der katholischen Kirche über. Dies aufgrund eines «unbefristeten, unentgeltlichen, alleinigen und unbeschränkten» Nutzungsrechtes in Verbindung mit einem Vorkaufsrecht für einen Schweizer Franken. Gesamthaft würden die Gemeinden der katholischen Kirche faktisch gratis eine Bodenfläche von gut 65?000 Quadratmetern überlassen (Berechnung mit Geodatenportal). Dazu kommt noch der Wert der darauf stehenden Liegenschaften und des darin enthaltenen Inventars.Überdies müssen die Gemeinden laut dem Konkordat in jedem Fall für den Unterhalt von kirchlichen Liegenschaften aufkommen, selbst wenn diese von der katholischen Kirche gar nicht mehr benutzt würden. So kostete die Kirchenrenovation 2007 in Planken 1,1 Mio. Franken, 2010 in Vaduz 2,0 Mio. Franken und 1997 in Ruggell 4,6 Mio. Franken. Den Gemeinden wird hier eine Pflicht für die Ewigkeit auferlegt, da sie das Konkordat nicht kündigen können.Was meinen Sie als Gemeinderätin bzw. als Gemeinderat dazu? Über Ihren Kommentar per E-Mail (staatundkirche@hotmail.com), auf www.meinungen.li oder in Leserbriefform würde ich mich freuen.

Robin Schädler, Balzers


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