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Leserbrief

Gertrud Kofler-Vogt †

| 12. März 2013

«Kein Wort und keine Tat geht?verloren. Alles bleibt und trägt Früchte.» (C. Hilty)


Gertrud Kofler-Vogt verstarb, wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im Kreise ihrer Lieben, am Samstagabend, den 12. Januar 2013. Nach längerem, mit grosser Geduld ertragenem Lungenleiden, kehrte sie zu ihrem Schöpfer zurück. «s Wiselebuaba Gertrudle», wie die liebe Verstorbene in Balzers genannt wurde, war für ihre grosse Familie, Geschwister und deren Familien der Dreh- und Angelpunkt. In ihrem Haus «auf dem Brückle» in Mäls traf man sich regelmässig und durch ihre warmherzige, freundliche Art fühlten sich alle Besucher stets willkommen und herzlich aufgenommen. Umso grösser und schmerzlicher ist die Lücke, die durch ihren Tod entstanden ist. Ihrem Mann Toni, den Kindern Silvio, Manfred, Felicitas, Marianne und Wolfgang mit Familien sowie den Geschwistern und Anverwandten sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Eine grosse Trauergemeinde geleitete die liebe Verstorbene am 15. Januar auf dem Balzner Friedhof zu ihrer letzten Ruhestätte. Gertrud wurde am 23. November 1940 als ältestes Kind von Klemens und Gertrud Vogt-Gstöhl auf dem Brückle in Mäls geboren. Sie wuchs im Kreise der «Wiselebuaba» – wohlbehütet in der Grossfamilie mit ihren acht Geschwistern – auf. Von frühen Kindesbeinen an war sie gewohnt, auf dem elterlichen Bauernhof mit anzupacken, sich um den Haushalt und die jüngeren Geschwister zu kümmern. Dies hat sie und die ganze Familie sehr geprägt.Sie besuchte in Balzers die Schule und trat anschliessend als Näherin in einen Betrieb in Balzers ein. Danach arbeitete sie für einige Zeit als Serviceangestellte im Zürcher Oberland.Nach ihrer Rückkehr nach Balzers lernte sie ihren späteren Mann Toni Kofler kennen und lieben. Sie heirateten am 4. Mai 1964, zogen ins elterliche Haus ein und begleiteten ihre fünf Kinder liebevoll bis zur Selbstständigkeit. Gertrud und Toni waren ein Team, das gemeinsam durch Dick und Dünn ging. Nichts konnte sie erschüttern und sie meisterten gemeinsam alle Höhen und Tiefen des Lebens.Ihr war stets wichtig, viele Leute um sich zu haben und sie zu bewirten. Das Haus war immer und für jedermann offen. Ihre Kinder, Enkel, Geschwister, Nichten und Neffen mit Familie und Freunden gingen in ihrem Haus ein und aus und alle schätzten ihre offene und freundliche Art. Für viele Kinder, ob Tante oder nicht, war sie «s Tante Trudi». Dies war für sie viel wichtiger als zu reisen oder chice Kleider zu tragen.Freude bereitete ihr auch die grosse Schar an Enkelkindern – zwölf Stück an der Zahl. Mit Stolz sah sie die jungen Menschen heranwachsen und freute sich immer, wenn sie bei ihr vorbeikamen. Sie war für sie die perfekte Grossmutter. Ihr Leben wurde nicht von Schicksalsschlägen verschont. Der Tod ihrer geliebten Eltern und 2005 ihres jüngsten Bruders Peter waren tiefe Einschnitte in ihrem Leben.Im Jahr 2000 machte sich eine heimtückische Lungenkrankheit bemerkbar, die sie geduldig und ohne zu jammern ertrug. Wenn sie gefragt wurde, wie es ihr gehe, war ihre Antwort stets «es got scho». Am Samstag verschlechterte sich ihr Zustand derart, dass sie ins Spital Grabs eingeliefert werden musste. Sie verstarb am Abend im Kreise ihrer Lieben.Bei ihren Angehörigen wird Gertrud immer so in Erinnerung bleiben, wie sie war, herzensgut und jederzeit für alle da.Gertrud Kofler-Vogt ruhe im ewigen Frieden.

Planken/Schaan

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