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Leserbrief

Wie weiter?

Johann Ott,Vaduz | 11. März 2013

Josef Feurle hat bei der Informationsveranstaltung einen Lösungsvorschlag unterbreitet, der mit Ertüchtigung und Erweiterung der bestehenden Infrastruktur auch zum Ziel führen kann. Daran ist aufzubauen. Die Tagesschule mit ihrem eigenständigen pädagogischen Konzept scheint also ein voller Erfolg zu werden, wenn man den Stimmen der Informationsversammlung Glauben schenken darf. Wenn das so ist, stellt sich die Frage, wozu die bisherige Regelschule noch gut sein soll. Vielleicht verliert sie längerfristig ihre Bedeutung oder gar ihre Existenzberechtigung. Sollte man sie, zusammen mit den Tagesstrukturen, aber trotzdem noch brauchen, muss man fragen, wie sich die Verhältnisse beider Schultypen auf längere Sicht aufteilen und wohin sich die Bedürfnisse in den anderen Gemeinden entwickeln. Es kann ja wohl nicht sein, dass in Vaduz und Schaan höchst erfolgreich Schulsysteme angeboten werden, aber die Eltern im Rest des Landes nur neidisch zu uns schauen dürfen. Das wäre wirklich der Gipfel der Unvernunft. Bevor also in Vaduz ein Millionenbau ins Haberfeld gestellt wird, ohne zu wissen, welche Dimension er wirklich braucht, muss doch über die Ergebnisse der jetzt laufenden Versuche im ganzen Land eingehend informiert werden, dann der landesweite Bedarf ermittelt und eine Langfristplanung angegangen werden, sodass die Chancengleichheit der Bildung im ganzen Land gewahrt bleibt.Tagesstrukturen sind ohne Zweifel auch ein grosses Bedürfnis. Diese Institution soll ebenfalls im Haberfeld realisiert werden. Für diese Regelschüler ist der Fussweg mit 550 Meter vom Aeule her aber nicht zu viel. Vom Ebenholz sind es dann schon 1250 Meter und 45 Höhenmeter. Da kann der Fussmarsch schon bis zu einer halben Stunde dauern und die Mittagszeit knapp werden. Wenn der Schulweg der Schüler zum Beispiel aus dem Mühleholz, noch einen zusätzlichen Kilometer beträgt, besteht bei diesen Kindern, im Gegensatz zu den Tagesschülern sicher kein Bewegungsmangel. Schliesslich frage ich mich, wie die Kindergärtner von den verschiedenen Kindergärten (Bartlegrosch, Ebenholz, Au, Schwefel) zu den Tagesstrukturen und zurück kommen. Deren Betreuung soll doch auch vollzeitig sein.

Johann Ott,Vaduz

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