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Leserbrief

Identitätsfindung

Die Ausstellung ist vom 8. März bis zum ?6. Oktober 2013 im Domus zu sehen. | 9. März 2013

Zentrumsbildung? Grosses Interesse fand am Donnerstag die Vernissage «Lindarank – Die Geschichte einer Schaaner Erfindung». Es handelt sich um die erste «Eigenproduktion» seit der Neukonzipierung des Domus.

Von Monika Kühne

Aktueller könnte die Ausstellung zum «Lindarank» nicht sein. Kurator Stefan Sprenger argumentierte, dass «für das frühere Strassendorf mit Knick» zwar inzwischen ein Zentrum erfunden wurde, die Verkehrsplanung aber noch lange nicht abgeschlossen sei. Er wies auf die Berichterstattung des «Liechtensteiner Volksblatts» hin. Am Tag der Vernissage thematisierte der Leitartikel den Grosskreisel, der die Quartierstrassen nicht entlaste. Sprenger verglich ihn mit einem Leserbrief vom 25. 2. 1992. Darin kritisierte Ilse Wenaweser ebenfalls die Belastung der Quartiere durch die Umfahrung der Lindenkreuzung auf Schleichwegen. Wenaweser war eine der 40 Einwohnerinnen und Einwohner, die 1994 im Rahmen des Projektseminars «Schaan – wohin?» Zukunftsperspektiven für ihr Dorf mitentwickelte. Sebastian Frommelt interviewte in seinem Film «Schaan wohin? Ein Blick zurück in die Zukunft» die Akteure von damals. Ihr Fazit ist nachdenklich: «Vieles ist erreicht, aber die Arbeit geht weiter.» Die Ausstellung selbst weicht Fragen nicht aus. Besucher sollen das neue Zentrum von Schaan beurteilen.

Gemeindevorsteher Daniel Hilti dankte den engagierten Ausstellungsmachern «und allen, die den Prozess der Zentrumsbildung begleitet haben». Albert Eberle vom Domus schuf gemeinsam mit Beat Grugger und Stefan Sprenger ein umfassendes Bild vom «Lindarank». Ein Blick mit der Lupe auf eine zweitausendjährige Geschichte. «Wir haben ein Jahr gegrübelt, hatten wenig Objekte und mussten vieles erfinden», erklärte Grugger. Eingangs zeigen Modelle die Siedlungsentwicklung. Der zweite Raum wurde dem «Lindarank» nachempfunden. Blickfang ist das Podium des Polizisten, der den Verkehr regelte. Der Triesner Leo Sprenger galt als Spezialist für die Lindenkreuzung. Ein Bild zeigt ihn in Aktion, im Hintergrund ist das Gebäude des «Liechtensteiner Volksblatts» zu sehen. Sicher hätten damalige Mitarbeiter viel zu erzählen. Wie in den 19 ausgewählten Geschichten, hinter fiktiven Verkehrsschildern, die an menschliche Begegnungen erinnern. Es folgt das «Planungsbüro», über 50 Jahre Planungs- und Entwicklungsarbeit werden dokumentiert. Projektteilnehmer Florian Frick resümiert im Film über das entstandene Zentrum: «Es geht doch letztlich ums Daham sii , um einen Ort, an dem man gern lebt.»


Die Ausstellung ist vom 8. März bis zum ?6. Oktober 2013 im Domus zu sehen.

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