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Leserbrief

Pelz aus artgerechter Haltung?

Tierschutzverein Liechtenstein?(Mitglied des Schweizer Tierschutzes) | 2. März 2013

Ein Qualprodukt ist zurück. Auf Laufstegen und in den Strassen feiert der als edles und traditionelles Naturprodukt gepriesene Pelz ein Comeback. Der Schweizer Tierschutz (STS) wendet sich gegen das Vergessen und Verdrängen der Tierqual die mit der industriellen Fellproduktion verbunden ist. Pelz aus artgerechter Haltung gibt es nicht.Eine Fläche von 100 Quadratmeter gewährt das Schweizer Tierschutzgesetz einem Fuchs in Gefangenschaft. Auf kaum einem Quadratmeter, in Drahtgitterkäfigen, in denen ihnen jedes natürliche Verhalten verwehrt bleibt, leben Füchse auf Pelztierfarmen. Ob China, Russland oder Skandinavien: Artgerecht kann die Haltung von Wildtieren, von Fuchs, Nerz, Zobel, Waschbär oder Marderhund im industriellen Massstab nicht sein. Millionen Tiere leben ein kurzes, leidvolles Leben in bedrängter Enge und sterben einen oft langen qualvollen Tod. Als eine unglaubliche, grauenvolle Tragödie bezeichnete Heinz Lienhard, Präsident des STS, im Rahmen einer Medienorientierung in Basel, das Leid der Tiere auf den Farmen der Pelzindustrie. Pelz verspricht kuschelige, flauschige Wärme und die Pelzindustrie verspricht Käufern ein hochwertiges Naturprodukt. Mit der bevorstehenden Einführung der Deklarationspflicht für Pelze und Pelzprodukte erhalten Konsumentinnen und Konsumenten künftig Aufschluss über Herkunft und Haltung der Tiere in deren Fell sie sich hüllen. Der STS begrüsst diese verbesserte Transparenz. Mit dem «pelzfrei»-Label bietet der Verband bereits seit mehreren Jahren eine zuverlässige Orientierungshilfe. Das STS-Label mit dem Schriftzug «hier wird kein tierpelz verkauft» zeichnet Geschäfte und Bekleidungsmarken aus, die in ihrer Kollektion gänzlich auf die Verarbeitung und den Verkauf von Echtpelz verzichten. Aus ihrem Engagement für eine echtpelzfreie Mode machen das Model Jasmin Brunner, die Moderatorin Liza Andrea Kuster und Kerstin Cook, Miss Schweiz 2010 keinen Hehl. «Lieber nackt als im Pelz» zeigen sie sich auf dem diesjährigen Kampagnenplakat.Tierfreunde wissen, dass sie keine Pelze brauchen um ihren Körper in Szene zu setzen. Im Rahmen seiner Präsenz an der Natur-Messe in Basel (28. Februar bis 3. März) lanciert der STS die neue Aktion «Tattoos gegen Pelz». Messebesucherinnen und -besucher können sich am Tierschutz-Stand ein Tattoo aufrubbeln und sich anschliessend vom renommierten Fotografen Alex Lambrechts porträtieren lassen. Die Bilder werden direkt beim Stand ausgestellt und gleichzeitig auf Facebook (www.facebook.com/tattoosgegenpelz) veröffentlicht.Zudem führt der STS während der gesamten Messedauer eine Pelz-Sammelaktion zugunsten notleidender Hirten in der Mongolei durch. In den eisigkalten Wintern des zentralasiatischen Landes finden die unzeitgemässen Kleidungsstücke aus der Schweiz sinnvolle Verwendung als Innenfutter für die traditionellen Wintermäntel der Nomaden.

Tierschutzverein Liechtenstein?(Mitglied des Schweizer Tierschutzes)

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