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Leserbrief

Damoklesschwert Südumfahrung

Arbeitsgruppe Verkehrsproblem Liechtensteiner Unterlandwww.transitstrassen.li | 26. Februar 2013

Die Verkehrsplanung war 1982 eine Diskussion mit offenen Karten. Heute ist es ein Versteckspiel. Feldkirch sollte gemäss der damaligen Planung mit den beiden Autobahnumfahrungstunneln Amberg und Letze – jeweils vierspurig – entlastet werden. Der Autobahntunnel Amberg wurde zwischenzeitlich in zwei Etappen realisiert. Die erste Röhre, als Jahrhundertbauwerk gefeiert, hatte nach einer massiven Verkehrssteigerung innerhalb von wenigen Jahren ihre Kapazitätsgrenze überschritten und der Vollausbau zur Autobahnumfahrung wurde zum Sachzwang.Seit Jahren dreht sich nun die Diskussion um den Bau der vorerst zweispurigen Südumfahrung (Letze). Die Verkehrsprognose für die Südumfahrung war bei den Bürgerinformationen in Feldkirch und ?Frastanz, aber auch für die politische Zustimmung für diese 220-Millionen-Euro-Investition ein grosses Thema. An der Grenze Tisis wurde eine Verkehrszunahme von 46 Prozent ausgewiesen – eine Steigerung von 11?600 auf 16?900 Fahrzeugen pro Tag (aktualisiert ergibt sich gemäss Gesamtverkehrskonzept Feldkirch Mobil sogar eine Zunahme von 57 Prozent zum heutigen Verkehrsaufkommen). Analog dem Ambergtunnel wird auch bei der Südumfahrung die Kapazitätsgrenze in wenigen Jahren erreicht sein und mit dem Bau weiterer Röhren wird Feldkirch, wie schon 1982 geplant, auch im Süden durch einen Autobahntunnel vierspurig umfahren werden. Dies ist die dem Bürger vorenthaltene und nicht diskutierte Sachlage. Wenn Liechtenstein die Südumfahrung nicht verhindert, werden wir von einer riesigen Verkehrslawine überrollt. Wir würden gezwungen, mit enormen Investitionen den Verkehr von der Grenze bis zur Schweizer Autobahn zu übernehmen. Gemäss früheren Untersuchungen wurden dazu mehrere Varianten analysiert, wie der Schellenberg-, Eschnerberg- oder Schwabbrünnentunnel. Die Baukosten wurden auf jeweils mehr als 250 Millionen Franken geschätzt. Die Auswirkungen auf unsere Landschaft und Umwelt wären fatal! Diese massive Bedrohung unseres Lebensraumes abzuwenden, ist das grosse Thema unserer Arbeitsgruppe seit mehr als 20 Jahren. Wir fordern eine enkeltaugliche regionale Verkehrslösung auf der Basis des öffentlichen Verkehrs. Wir erwarten von der Regierung und den Volksvertretern entschiedenes und unverzügliches Handeln im Interesse der Bevölkerung, weil über den Bau der Südumfahrung in absehbarer Zeit definitiv entschieden wird.

Arbeitsgruppe Verkehrsproblem Liechtensteiner Unterlandwww.transitstrassen.li


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