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Leserbrief

Vaduz braucht ?Tagesstrukturen!

Mirjana Matic-Schädler,Vaduz | 26. Februar 2013

Seit Jahren diskutieren wir über ein umfassendes Angebot an ausserfamiliärer Betreuung in Vaduz. Es wurde evaluiert, Eltern nach ihren Bedürfnissen befragt und die Bedingungen wurden geprüft.2010 konnte die Tagesschule Vaduz starten. Das ist ein erster Baustein für Eltern, die Schule und Betreuung als Einheit sehen und überzeugt sind, dass dieses Modell ein Modell der Zukunft ist.Die Diskussion um Tagesstrukturen ging aber zu Recht weiter und immer wieder wurde moniert, dass diese in vielen Gemeinden nun angeboten werden, nur im Hauptort Vaduz noch nicht.All die Fragen rund um die Betreuung der Kinder ausserhalb der Familie sind nicht ganz einfach, weil viele Emotionen, Rollenbilder und gesellschaftliche Bewegungen damit verbunden sind. In Vaduz kommt auch immer noch die Diskussion um den Schulstandort bzw. die Schulstandorte dazu.Die Tagesschule kann unter diesen Voraussetzungen nicht am Standort Äule bleiben – es besteht akuter Platzmangel. Die demografische Entwicklung in Vaduz prognostiziert auch eine Bevölkerungszunahme eher im Einzugsgebiet Äule, was diesem Standort wieder mehr Kinder bringt und die Verhältnisse noch enger werden lässt. Die Projektphase der Tagesschule ist soeben verlängert worden. Sollte es jemals zu einer Entscheidung kommen, dass diese nicht mehr weitergeführt werden kann, so sind die geschaffenen Räumlichkeiten nutzbar für Weiterbildungskurse, Spielgruppe etc. Tagesstrukturen an beiden Schulstandorten aufzubauen ist illusorisch und ausserdem ineffizient. Die Anforderungen an eine Schulküche sind nicht mit einer einfachen Wohnküche zu vergleichen. Das wurde schon im Vorfeld der Tagesschule geprüft und abgeklärt. Die Wege ins Haberfeld sind für alle Kinder gut erreichbar – ein Gehweg von 12 Minuten von der PS Ebenholz und 7 Minuten von der PS Äule – und noch dazu relativ sicher. Der Standort ist darum zentral und könnte kaum besser platziert sein. Das Projekt Haberfeld ist gut durchdacht und eine wichtige Investition in unser aller Zukunft – ein Staat braucht Kinder, um wachsen und fortbestehen zu können und letztendlich auch einer Überalterung der Bevölkerung Einhalt zu gebieten. Die Entscheidung, in welcher Gemeinde man seine Kinder grossziehen möchte, geht oft einher mit der Attraktivität der vorhandenen Betreuungsangebote. Gerade Vaduz müsste als Hauptort Vorreiter sein.Wenn wir dieses Projekt unterstützen, dann muss dieser Gedanke im Vordergrund stehen und nicht der persönliche Nutzen des Einzelnen.

Mirjana Matic-Schädler,Vaduz

Investitionen im FL

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