Leserbrief

Geplante Diskriminierung von Inländern!

Herbert Elkuch,DU-Landtagsabgeordneter | 9. Januar 2016

Grenzgänger sollen gemäss Gesetzes-Entwurf der Regierung neu einen Anspruch auf Unterstützung zur Fremdbetreuung ihrer Kinder aus der Familienausgleichskasse erhalten. Jedoch nicht alleinstehende, liechtensteinische Mütter, die zwar in Liechtenstein wohnen, aber zurzeit in der Schweiz arbeiten. (Kein Einzelfall, circa 1800 Inländer pendeln in die Schweiz). Gemäss Vernehmlassung können neu auch Betriebe für firmeneigene Kitas Betreuungsgelder einfordern, ideal für Grenzgänger mit Kindern.
Kein Betreuungsgeld soll es für Tagesmütter, Hütedienste, Spielgruppen oder Betreuungspersonen geben, obwohl sie vorwiegend Kinder aus Liechtenstein betreuen. Generell auch nichts für in Liechtenstein wohnhafte Eltern, die ihre Kinder selbst erziehen. Fairer wäre ein gerechtere Verteilung.
Nur noch 29,5 Prozent der in Liechtenstein Beschäftigten sind noch Liechtensteiner. Mit Betreuungsgeldern an alle im Inland Beschäftigten wird es sich wie mit den Geburtszulagen verhalten. Im Jahr 2014 wurden für Kinder im Ausland 1,52 Millionen Franken, für Kinder in Liechtenstein lediglich 780 000 Franken Geburtszulagen bezahlt. Viel wichtiger wäre, die Leistungen der Familien im Inland zu honorieren, welche den Fortbestand der nächsten Generation sichern, statt ausländische Familien zu unterstützen.
Bei unseren Familien sparen und den fehlenden Nachwuchs mit Zuwanderung ersetzen, ist der falsche Ansatz. Am Arbeitsplatz sind wir heute schon eine Minderheit. Vielleicht auch bald einmal in unserem Vaterland, wenn liechtensteinische Familien nicht höher geschätzt, geachtet und besser unterstützt werden.

Herbert Elkuch,
DU-Landtagsabgeordneter

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