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Leserbrief

China reagiert mit mehr Verfolgung

Vorstand der der NGO Tibet-?Unterstützung Liechtenstein (TUL) | 20. Februar 2013

«Es war ein bitterer Meilenstein, schrieb Brian Spegele im «Wall Street Journal, Deutschland» (vom 18. Februar 2013): Ein früherer buddhistischer Mönch hat sich nach Angaben von Aktivisten und der tibetischen Exilregierung aus dieser Woche als 100. Mensch in China aus Protest selbst verbrannt. Die Tibeter protestieren gegen die Politik der harten Hand Pekings. Die Zentralregierung hatte Dutzende Aktivisten verhaften lassen – und macht für die Unruhen in der Region den Dalai-Lama und ausländische Medien verantwortlich.»Am letzten Donnerstag erklärte Lobsang Sangay, der politische Führer der Exilregierung, man lehne Selbstverbrennungen weiter ab. Sie seien aber ein extremer Akt des zivilen Ungehorsams gegen die chinesische Herrschaft: «China erkennt die eigene Rolle in der Tragödie von Tibet nach 60 Jahren Herrschaft mit eiserner Hand nicht an. Stattdessen werden in unverantwortlicher Weise Seine Heiligkeit der Dalai-Lama und die tibetische Führung für die Selbstverbrennungen attackiert.» Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Chinas Behörden vorgeworfen, auf die vielen Selbstverbrennungen in Tibet hilflos nur mit noch mehr Verfolgung zu reagieren, statt nach den Ursachen der Verzweiflungstaten zu fragen. «Dass Chinas Regierung keine angemessene Antwort auf die Welle von Selbstverbrennungen von Tibetern findet, ist tragisch. Dass es nun aber auch noch Angehörige und Freunde der Selbstmörder systematisch kriminalisiert, verletzt chinesisches Recht und Völkerrecht», erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. «Offensichtlich findet Chinas Regierung kein wirksames Mittel, um die Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet einzudämmen. Nun aus Hilflosigkeit die Selbstverbrennungen juristisch als Mord zu bewerten, um Angehörige und Freunde bestrafen zu können, ist aber eine abstruse Rechtsbeugung.»

Vorstand der der NGO Tibet-?Unterstützung Liechtenstein (TUL)

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