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Leserbrief

«Kirchen 2013»

Hans Jaquemar, Nendeln | 1. Februar 2013

Dreierlei bewegt mich zu diesen Zeilen: Gedanken des tschechischen Theologen und Priesters Tomas Halik, der Tod von Altbischof Stecher und die Wahl des zukünftigen Pfarrers der evang. Kirche in Liechtenstein.Tomas Halik weist im Blick auf die Krise und die kritischen Bewegungen in der röm.-kath. Kirche darauf hin, dass die anstehenden Themen – Heirat von Pfarrern, Pfarrerinnen, mehr Demokratie und Mitbeteiligungen von Laien – in den evang. Kirchen ja verwirklicht sind; und dennoch: Sind die evang. Kirchen lebendiger? Da kann ich als evang. Pfarrer nur betroffen zustimmen. Die Krise hat wohl andere Ursachen. Fehlt es da und dort am «Geist»?Mit über 90 Jahren ist Altbischof Stecher gestorben. Noch vor Kurzem hat er bei der Hauptversammlung des österreichischen Alpenvereins gesprochen. Es sei das Beste der Veranstaltung gewesen. Nach dem Vielen, das ich von ihm weiss und las: Mit diesem katholischen Bischof und manchen katholischen romkritischen Kollegen fühle ich mich zutiefst in der einen «katholischen» – d.h. allgemeinen umfassenden Kirche verbunden.Und: Am vergangenen Sonntag hat sich der zur Wahl vorgeschlagenene zukünftige Pfarrer der evang. Kirche in Liechtenstein mit seiner Predigt im Gottesdienst vorgestellt. Er soll am 24. Februar von der Gemeinde gewählt werden.Und da komme ich zum Ersten zurück: Da haben wir in der evang. Kirche die erwähnten Rechte und Freiheiten. Auch wenn das Heil der Kirche nicht von Pfarrern abhängt, ihr Dienst ist doch nicht ganz unwichtig und liegt in der Verantwortung und Entscheidung der ganzen Gemeinde.Das Kennenlernen des vorgesehenen Pfarrers hat nur einen Bruchteil der Gemeindemitglieder interessiert – da wäre noch mancher Platz in der Kirche frei gewesen. Und Kirchenverantwortliche haben Sorge, ob dann bei der Wahl genügend Menschen teilnehmen, damit sie gültig ist.«Rechte» – auch Kirchenrechte zu beanspruchen – sollte doch voraussetzen, auch seine Pflichten wahrnehmen.


Hans Jaquemar, Nendeln

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