Leserbrief

Liechtensteinische Verlage hätten auch gern «Lebensglück»

Alpenland Verlag AG, Schaan,Remi Nescher, Max Meinherz | 30. Januar 2013

Das Buch «Lebensglück Liechtenstein» wirbelt Staub in Liechtenstein auf. Zu Recht werden die vielen Fehler und die teilweise reisserische Sprache kritisiert. Aber aus der Sicht der Verlage in Liechtenstein gibt es noch weitere Kritikpunkte, die wir hier darlegen. Dazu Fragen, die wir aufwerfen möchten. ? Das Buch wurde in Deutschland gemacht und in Österreich gedruckt. Es bleibt den deutschen Verlegern unbenommen, dort zu produzieren und drucken zu lassen, wo sie wollen. Was aber sind die Gründe, dass die Regierung ein von Ausländern im Ausland gemachtes Buch mit einer so hohen Abnahmegarantie subventioniert? Warum wurde nicht auf die Qualität (Konzept, Redaktion, Produktion) einheimischer Unternehmen gesetzt? ? Wenn ein Verlag in Liechtenstein ein Buch über Liechtenstein herausgibt, das von und für Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner gemacht wurde, werden von der Regierung keine Fixabnahmen zugesichert. Obwohl jeweils das detaillierte Konzept präsentiert wird, so erfolgen Bestellungen – wenn überhaupt – nach Bedarf und erst nach Erscheinen, in wesentlich geringerer Anzahl. Wir fragen uns, welche Gründe die Regierung hatte, um 500 Bücher einfach so unbesehen zu bestellen? ? Wie man vernehmen konnte, haben weitere Staatsbetriebe ebenfalls grössere Mengen im Voraus bestellt. Es überrascht uns, weshalb sie bei diesem Buch derart grosszügig waren, während die liechtensteinischen Verlage bei liechtensteinischen Büchern oft abgewiesen oder mit einem kleinen Beitrag zufrieden- gestellt werden?Offensichtlich wird hier mit ganz unterschiedlichen Ellen gemessen. Ein solches Vorgehen können wir nicht akzeptieren und wir erwarten entsprechende Antworten auf unsere Fragen.


Alpenland Verlag AG, Schaan,Remi Nescher, Max Meinherz

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