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Leserbrief

Die Unterschiede zwischen VU und FBP ...

Marco Ospelt, Vaduz | 28. Januar 2013

... liegen offensichtlich nur in der Grösse der Porträts, mit denen die Kandidaten der jeweiligen Parteien in den Landeszeitungen dargestellt werden. Wie soll der Wähler bei diesen allgemeinen, unverbindlichen Formulierungen in den Programmen der beiden Grossparteien einen Unterschied überhaupt ausmachen? Die Chef-Kandidaten geben in der direkten Gegenüberstellung den Eindruck, sie seien sich in den wesentlichen Punkten über unsere Köpfen hinweg schon völlig einig. Wortreich wird deklamiert, wie wichtig in Zukunft das richtige Handeln sei, ohne sich je die Blösse einer Andeutung zu geben, worin dieses Handeln denn konkret bestehen werde. Wie kurz soll denn das Gedächtnis von uns Wählerinnen und Wählern sein, wenn uns vorgebetet wird, man werde den bisher gepflegten und bewährten Einbezug aller Kräfte fortsetzen? Sollen wir schon vergessen haben, wie sich die Vertreter der Verbände wortreich über den mangelnden Einbezug in die Entscheidungen beklagten? Sollen wir die Klagen der abgeschobenen Amtsleiter ausblenden, die sich öffentlich und bitter über die fehlende Möglichkeit beklagten, ihre und ihrer Mitarbeiter Fachkompetenz einzubringen oder auch nur gehört zu werden? Wollen wir den Kakao auch noch trinken, durch den wir ungeniert gezogen werden? Nein: die beiden grossen Parteien gehören auf die Schandbank. Vielleicht werden sie dann mit etwas mehr Demut auf die Bedürfnisse der Leute eingehen, uns Bürger in sachliche Diskussionen über mögliche Wege zur Lösung der Probleme unseres Landes mit einbeziehen, und die im Land vorhandene Sachkompetenz besser nutzen, statt sie gegen auswärtige Expertisen auszuspielen.

Marco Ospelt, Vaduz

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