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Leserbrief

Einheit ist möglich

Sr. Alma Pia, ASC, Kloster St. Elisabeth, Schaan | 28. Januar 2013

Denkt um und glaubt an die frohe Botschaft! So begann Jesus sein Wirken in Palästina. Die Einladung gilt allen auch heute. Die Einheit der Christen, um die wir im Januar beten, setzt die Bereitschaft aller zum Umdenken voraus. Es ist natürlich viel einfacher, das Umdenken anderer zu erwarten, als selbst umzudenken! Alle konfessionellen Gruppen schleppen bleischwere eigene Traditionen und falsche Vorurteile mit sich. Vertrauen bildende Gespräche sind hilfreich. Vieles davon ist seit dem II. Vatikanischen Konzil geschehen, nachdem Papst Johannes XXIII. evangelische Beobachter zum Konzil eingeladen hatte. «Selbstkritik ist bei allen sträflich unterentwickelt», meint O.H. Pesch. Er weiss auch, dass schon beim Konzil viele dachten: Die vielen Kirchen sollen Kirchen bleiben und doch die eine Kirche Jesu bilden, da «katholisch» allumfassend bedeutet. Einheit kann nicht Einförmigkeit heissen, sondern gelebtes Schauen auf Christus, der sich Weg, Wahrheit und Leben nannte. Seine ?Apostel konnten nicht bunter zusammengewürfelt sein: Fischer, Zöllner, Zelot und wenig später der Christenverfolger Paulus, dessen Fest der Bekehrung wir am 25. Januar feiern. Diese erste Glaubensgemeinschaft, die auch gestritten hat, hat die Welt für Christus erobert! Im Apostelkonzil hiess es: «Es hat dem Hl. Geist und uns gefallen, euch – den Heiden – keine weiteren Lasten aufzuerlegen ...» Bauen wir an der Einheit in Christus, an der «versöhnten Vielfalt»! Denn Gott liebt es bunt!Allen empfehle ich sehr die erstaunlich sachliche Jubiläumsschrift des Konzils «Freudig und furchtlos» von B. Körner und M. Unterberger.

Sr. Alma Pia, ASC, Kloster St. Elisabeth, Schaan


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