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Leserbrief

Warum wählen wir alle vier Jahre unsere Volksvertreter?

Franz Schädler,Triesenberg | 22. Januar 2013

Vorschlag für ein abgekürztes, sparsames Verfahren: Wir ändern die Verfassung und die entsprechenden Gesetze. Es werden die Amtsleiter in die Regierungsfunktion bestellt.Die Lehrer und die «höheren» Staatsangestellten werden offiziell als Abgeordnete eingesetzt. Als Berater fungieren der VCS und LGU usw. Als oberste Aufsichtsbehörde fungieren die Parteibosse mit ihren Hintermännern, die schauen, dass ihre bevorzugte Klientel zu ihrem Recht kommt. Was ändert sich damit in der FL-Politikwelt? Nichts, denn alles bleibt wie bisher.Schon die vergangenen Jahre (Jahrzehnte) haben die oben angeführten Personen die Politik bestimmt. Die Regierung hat sich diesem Personenkreis unterstellt. Die Abgeordneten haben wohl anlässlich ihrer Sitzungen parteipolitische Schaukämpfe aufgeführt, schlussendlich aber geschlossen am Volkswillen vorbei entschieden. Auch der Sparwille ist erst kürzlich erwacht. Interessanterweise aber nur für einen bestimmten Bürgerkreis.Was in den vergangenen Jahren bis heute seitens des Staates Geld verschwendet wurde, ist unbegreiflich. Im Strassenbau werden falsch geplante Grosskreisel umgebaut. Es werden Verkehrsinseln, Kreisel und Rabatten von Gartendesignern gestaltet die auch zukünftig mit Steuergeldern gepflegt und neu bepflanzt werden müssen.Die Lehrer haben der Regierung für 4,5 Millionen die Sanierung des baufälligen Jugendhauses im Schattenloch Schneeflucht aufgezwungen. Eine finanzielle Beteiligung seitens des Staates am Jufa-Projekt Malbun ist damit gescheitert. Dies wäre nicht nur für den Tourismus, sondern auch für die Schulsportwochen eine hervorragende Lösung gewesen. (Sonniger Platz, neue Räume, inkl. Kleinturnhalle etc. alles zu gleichen Kosten bzw. zwei Fliegen auf einen Streich.) Vor Jahren hat unser Land in Malbun gros-se Investitionen als Tourismusförderung in die Infrastruktur investiert. Doch der nächste Schritt, eine Beteiligung am geplanten Eisplatz, der für den Tourismus, die Schüler und deren sportliche Betätigung eine Bereicherung wäre, ist vom Landtage abgelehnt worden. Derselbe Landtag hat für die Sanierung der Parkplätze beim Schwimmbad Mühleholz eine beträchtliche Finanzierung gesprochen und ist bereit, zukünftig ein Casino in Vaduz mit jährlich fünf bis acht Millionen zu subventionieren. Der Glaube, dass nach den Wahlen vieles besser wird, fehlt gänzlich, da sicher dieselben Parteifunktionäre und Staatsangestellten unseren «Volksvertretern» den Tarif durchgeben. Der Dialog mit den Bürgern fehlt komplett, denn die Parteigremien repräsentieren das Volk schon lange nicht mehr. Die nicht ernst genommenen Bürger sollten sich zukünftig vermehrt auf Referenden und Initiativen einstellen, damit ihre Anliegen endlich auch diskutiert werden.

Franz Schädler,Triesenberg

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