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Leserbrief

Zurück zum ?Urvertrauen!

| 21. Januar 2013

Irgendwo las ich: Vertrauen ist nicht immer gerechtfertigt, Misstrauen zuweilen notwendig. Da fragte ich mich: Ist die kirchliche Vertrauenskrise eine Folge mangelnden Gottvertrauens? Oder bedrohen Strukturprobleme der Kirche das Gottvertrauen? Sie beeinflussen sicher einander, können aber die Resignation der Vielen nicht rechtfertigen! Die Asche wegblasen, kräftig, mahnte vor Jahren die Benediktinerin J. Chittister die Ordensleute; M. Werlen sagte es zum Konzils-Jubiläum allen Glaubenden. Die Glut darunter wird allen die ehrliche Kontrolle der Strukturen und des Glaubens ans Herz legen! Strenge vertikale Kontrolle in der Kirche, die alles Experimentieren verbietet, lässt Mangel des Vertrauens auf den Hl. Geist vermuten. Die Ungeduld vieler hat die alte Volksweisheit vergessen: Die Mühlen Gottes mahlen langsam, aber sicher. Nur selber das Feuer nähren kann wirklich helfen. «Luzerner Kirchenschiff» weiss, dass «in der Trauer nicht Wut weiterhilft, noch weniger das Davonlaufen, wohl aber Geduld, Beharrlichkeit und Mut, wie sie uns das Neue Testament lehrt». Wie die «Welt» den Geist Gottes braucht, um nicht in der Korruption zu ersticken, so braucht die «Kirche» die Kunst des Managements, um nicht zu verhungern. Die Erfahrung lehrt: Kontrolle als Hilfe baut Vertrauen auf, als Bestrafung tötet sie das Vertrauen. Leo Karrer ist überzeugt: «Neues wächst» in der Kirche. Krisen laden zum Aufbruch ein. Dieser lebt schon in vielen Getauften und Gruppierungen. Tief in den Herzen der Menschen ist der Mensch gewordene Gott am Werk, der versprochen hat: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt». Er ist Mensch geworden, um uns Menschen den Weg zum Gottesreich zu zeigen. Er ist dieser Weg. Gute Reise durchs Jahr des Glaubens!


Sr. Alma Pia, ASC, ?Kloster St. Elisabeth, Schaan


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