Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Operation – ob?nötig oder nicht

Agnes Dentsch,Ruggell | 19. Januar 2013

In Zeiten des Sparens erteilt die Regierung eine Bewilligung für den Neubau einer Privatklinik. Für mich unverständlich. Es wird eine «operative Klinik». Also wird operiert, ob nötig oder unnötig. Das muss ja auch sein, sonst gibt es keinen Profit. Rückenoperationen, Hüft- und Kniegelenkprothesen bringen viel Geld. Dass jede Operation mit Risiken verbunden ist, ist auch klar. Das macht ja nichts, die Patienten können ja weiter behandelt werden, wenn nötig ein Leben lang. Eventuell sind weitere Operationen nötig (wenn die erste schiefgegangen ist). Folgen: Noch mehr Medikamente, noch mehr Nebenwirkungen. Kostensteigerung ist programmiert. Neun Mediziner, darunter Belegärzte. Für mich klar: Die Belegärzte haben im Landesspital wenig verdient, jetzt muss eine neue Einkommensquelle her. Hier geht es nicht um die «Heilung» der Patienten, sondern ums Geldverdienen. Oder es wird eine Superklinik und die neun Ärzte garantieren mir schriflich, dass ich nach einer Operation für den Rest meines Lebens schmerzfrei bleibe, ohne Medikamente. Und wer trägt die Kosten? Prämien- und Steuerzahler! Privatpatienten bevorzugt, man darf mehr verrechnen. Täglich wird in den Medien über Medikamentenmissbrauch, unnötige Operation berichtet. In Deutschland klagen immer mehr Patienten Ärzte und Spitäler an. Ein gutes Beispiel ist der Beitrag der ARD vom 14. Januar 2013 (www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/vorsicht-operation?documentId=13046542.) Ein medizinischer Krimi, der leider den Tatsachen entspricht.Anscheinend geht es uns in Liechtenstein so gut, dass es uns egal ist, was wir für unsere «Krankheit» bezahlen. Glaube ich aber nicht.

Agnes Dentsch,Ruggell

Winterdienst

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung