Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Leben wir über?unsere Verhältnisse?

Thomas Rehak,unabhängiger Kandidat, Vaduz | 15. Januar 2013

Die besten Jahre sind an uns vorbeigezogen, ohne dass wir unseren Sparstrumpf für magere Jahre gefüllt haben. Das Jahr 1992 zeigt, dass wir auch mit weniger gut leben konnten. Damals hat unser Staat 360 Millionen Franken inklusive Abschreibungen pro Jahr ausgegeben. Danach haben «goldene Zeiten» begonnen, denn schon knapp zehn Jahre später im Jahr 2001 hat die damalige Regierung Hasler bereits das Doppelte, nämlich 700 Millionen Franken pro Jahr verbraucht. Die Einnahmen sprudelten weiter, das Sparen ist und war wenig beliebt, so hat das Land im Jahr 2011 stolze 950 Millionen Franken ausgegeben. Unsere Regierungen haben die Einnahmen im grossen Stil ausgegeben, anstatt – wie es in jeder drittklassigen Wirtschaftsausbildung gelehrt wird – antizyklisch zu handeln und Reserven aufzubauen.Unsere Staatsreserven stammen nur zu einem geringen Teil vom haushälterischen Umgang mit den Staatsfinanzen. In den Jahren 1992 bis 2001 konnte das Land noch 555 Millionen Franken für schlechtere Zeiten beiseitelegen. In den ertragsreichsten Jahren von 2002 bis 2011 haben die Regierungen aber schlecht gewirtschaftet: So wurden in den besten Jahren 155 Millionen Franken mehr ausgegeben als eingenommen. Wenn wir die Landesbank-Aktien nicht um rund 1100 Millionen verkauft hätten, wären heute nur 400 Millionen Franken in unserer Staatskasse. Ohne die LLB-Aktienerträge würde es uns schon jetzt finanziell schlecht gehen. Unser Land müsste sich bereits heute einen «Rettungsschirm» suchen – die Frage ist nur bei wem? Ich möchte mir nicht ausmalen, was das heissen würde! Es wird höchste Zeit für Veränderungen, wir müssen der Realität in die Augen sehen und schnell handeln.Seit 2008 gehen die Einnahmen zurück. Wir sind gezwungen die Ausgaben deutlich zu reduzieren. Leider war und ist bei den Regierungsparteien kein entsprechender Wille erkennbar. Stattdessen wird darüber nachgedacht, wie man den Steuerzahlern noch mehr Geld abknöpfen könnte. Nur durch mutige Veränderungen können die Staatsausgaben wieder ins Lot gebracht werden. Deshalb kandidiere ich auf der Liste DU – die Unabhängigen. Ich bin bereit, meinen Beitrag zur Gestaltung einer erfolgreichen Zukunft Liechtensteins zu leisten.

Thomas Rehak,unabhängiger Kandidat, Vaduz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung