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Leserbrief

Das ist ein?Konkordat

Hans Gassner,Vorsitzender der Credo Vereinigung | 10. Januar 2013

Auf die Leserbriefe im Dezember 2012 von Herrn Robin Schädler (Züghüsle 3, Balzers), Patrick Risch (Kesse 12, 9488 Schellenberg) und Thomas Beck (Büdamistrasse 31, 9497 Triesenberg) muss eine Antwort folgen. Was ist ein Konkordat? Wie ich aus den Leserbriefen entnehmen konnte sind diese Personen gegen ein Konkordat. Der Heilige Stuhl hat mit folgenden Ländern und Republiken ein Konkordat geschlossen: ? Freistaat Bayern; ? Land Mecklenburg-Vorpommern; ? Rep. Österreich am 5. Juni 1933; ? Republik Baden am 12. Okt. 1932; ? Republik Litauen am 27. Sept. 1927;
? dem Freistaat Sachsen usw. Diese Konkordate wurden geschlossen, bevor obige Personen das Licht der Welt erblickten. Ich bin überzeugt, dass bei der Ausarbeitung dieser Vereinbarungen helle Köpfe am Werk waren. Den Leserbriefschreibern empfehle ich den unten aufgeführten Text genau durchzulesen. Konkordat – Entflechtung auf Gemeindeebene: Wie auf Staatsebene kommt es auch auf Gemeindeebene zu keiner wirklichen Entflechtung. Nebst einem faktischen Eigentumsübergang aller kirchlichen genutzten Güter (z.B. Kirchen, Pfarrhäuser, Kapellen) an die katholische Kirche sieht das Konkordat vor, dass Gemeinde und Kirche durch gegenseitige Unterhaltsansprüche «unkündbar» miteinander verbunden sein werden («Volksblatt», 20. November 2012, Seite 5).Autonomie der Kirche: Die Art der Entflechtung hat keine Auswirkungen auf die individuelle Autonomie der Kirche, da diese in der Verfassung durch Artikel 37 und 38 garantiert ist und weder durch einen Staatvertrag noch durch ein Gesetz abgeändert werden kann. (Artikel 104 Absatz 2, Verfassung)Autonomie der Gemeinde: Die kirchlichen Güter gehören nicht dem Staat Liechtenstein, sondern den jeweiligen Gemeinden, Bürgergenossenschaften, Stiftungen und der Kirche selbst. Ein Konkordat wird allerdings zwischen dem Staat und dem Heiligen Stuhl (Vatikanstaat) geschlossen. Eine Mitteilung an Thomas Beck: Herr Beck, Sie sollten sich besser über die Finanzierung der Kirchen informieren. Ist Ihnen nicht bekannt, dass die Hohe Geistlichkeit Gemeindeangestellte sind, und die Kirchen den Gemeinden, Bürgergenossenschaften und Stiftungen gehören. Mit dem Worte Diebstahl würde ich vorsichtig umgehen wenn Sie auch nur schreiben: «Für mich grenzt das schon fast an Diebstahl.» Wer hat denn fast gestohlen? Eines ist sicher, Herr Beck, ohne die Priester wäre jede Gemeinde um einiges ärmer, was sich die Triesenberger und auch andere Gemeinden nicht vorstellen könnten. Einfach zum Nachdenken.

Hans Gassner,Vorsitzender der Credo Vereinigung


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