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Leserbrief

Techtelmechtel?statt Wahlkampf

Jack Quaderer, Schaan | 8. Januar 2013

Nach vier so erfolgreichen rot-schwarzen Regierungsjahren mit Budgetdefizit, LLB-Minus, Pensionskassendebakel, Telecomverschenkung usw. werden die «Staatstragenden» nicht müde, vollmundige Sprüche herumzuposaunen, dass sie ein gut bestelltes Haus hinterlassen werden.Ein Wahlkampf findet aber nicht statt. Es wird ein regelrechter Schmusekurs mit Streicheleinheiten für Rot und Schwarz gefahren. In den vergangenen vier Jahren hat es in der Koalition doch die eine oder andere Auseinandersetzung gegeben. Und jetzt? Noch nie waren sich die Grossparteien vor Wahlen so einig wie jetzt– als gäbe es keinerlei Probleme! Anstatt Wahlkampf um die besseren Ideen ein obszönes Polit-Techtelmechtel.Die unabhängigen Kandidaten (DU) haben in einem Faltblatt, das vor Weihnachten an alle Haushalte ging, eine Reihe von Problemen zur Sprache gebracht und den Grossparteien happige Vorwürfe gemacht. Doch diese reagieren nicht. Offensichtlich wollen sie Probleme, Pleiten und Pannen einfach totschweigen.All das sollte uns Wählerinnen und Wähler sehr, sehr misstrauisch stimmen.Wahltag ist bekanntlich Zahltag. Die Grossen werden weiter wursteln wie gewohnt, mauscheln und Pöstchen vergeben. Denn für die Altparteien sind die Wahlen schon gelaufen: Sie haben angekündigt, dass sie eine grosse Koalition wollen. Die FBP hat den Posten des Landtagspräsidenten schon vor den Wahlen vergeben. Rot und Schwarz sind sich also jetzt schon einig, wie sie das Land unter sich aufteilen wollen. Das nennen sie dann ganz unbescheiden ein «Plus an Bescheidenheit» oder «aus Verantwortung für Liechtenstein». Was unser Staat jetzt braucht ist eine Entgiftungs- und Entschlackungskur. Die rot-schwarze Sucht nach Eigennutz und Geltung muss weg. Wir brauchen keine Schönheitskosmetik mit roten Bäckchen und schwarzen Wimpern auf weis-ser Grundierung. Wir brauchen praktische Lösungen für reale Probleme. Aufhören mit der Partei- und Günstlingspolitik!Nicht wählen gehen ist keine Lösung! Es gibt eine bessere Alternative: die roten und schwarzen Wahlzettel in den Ofen und die komplette DU-Liste in die Wahlurne.

Jack Quaderer, Schaan

Trennung Kirche/Staat

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