Leserbrief

Minus und Minus?ergibt «Plus»?

Johannes Ilic-Hassler,Schellenberg, DU – DieUnabhängigen für Liechtenstein | 4. Januar 2013

Die Qual der Wahl … Da sehe ich ein Plakat auf dem steht «Lasten gerechter verteilen». Dazu ein Bild einer Frau mit einem Kind. Was ist denn die Last, die man da gerechter verteilen will? Das Kind oder die Frau? Dem Fürst wird vorgeworfen, er hätte sein Veto nicht schon vor einer Wahl geben sollen und sofort wird das Vetorecht infrage gestellt. Im derzeitigen Wahlkampf hören wir vor der Wahl, dass sich die beiden Grossparteien mehr oder weniger überall einerlei sind und es wird von der Grossen Koalition geträumt. Der Platz der Opposition ist liebenswürdigerweise auch schon verteilt … Weshalb dann noch wählen? Sollten wir aufgrund dieser Tatsache nicht die Parteien infrage stellen? Die Parteien suchen Kandidaten, damit sie volle Wahllisten haben. Da wird man gefragt, ob man nicht Interesse dazu hätte. Schlussendlich geht es nur darum, Stimmen für die Partei zu sammeln, nicht darum, dass die einzelnen Personen in den Landtag kommen, die es ja vielleicht eigentlich gar nicht unbedingt wollen. Das ist zu vergleichen mit aktuellen TV-Formaten. Da geht es nicht darum, wer der Superstar wird, sondern darum, möglichst viele potenzielle Superstars zu finden, die möglichst viele Wähler generieren, die dann kostenpflichtig ihre Stimmen abgeben. Am Ende profitiert die Partei mit ihrem Parteizwang beziehungsweise der TV-Sender. Im Gegensatz dazu wollen unsere Kandidaten alle in den Landtag, damit sie wirklich etwas bewegen können. Wenn wir uns richtig an unsere Schulzeit erinnern: Das Minus hat sich in den letzten Jahren vermehrt. Minus mal Minus ergibt Plus – und zwar ein riesiges Plus; der Grund, die volle DU-Liste in die Urne zu werfen. Ich bin DU, du bist DU, wir alle sind DU.


Johannes Ilic-Hassler,Schellenberg, DU – DieUnabhängigen für Liechtenstein

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