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Leserbrief

Ja, aber nicht so!

Werner Kindle,Vaduz | 22. Dezember 2012

Generell ist die Umsetzung von Wildruhezonen in unserem Alpengebiet begrüssenswert. Dem Wild sollen abseits gelegene Gebiete als Ruhezonen zur Verfügung gestellt werden. Die vorgesehene Grösse der Zonen ist jedoch schlichtweg eine Ausgrenzung der «nichtjagenden» Interessensgruppen, zu denen auch Berggänger, Waldbesitzer, Touristen und Genossenschaften gehören. Die Art und Weise, wie diese Zonen jetzt im Schnelldurchlauf vor der anstehenden Pension des Amtsleiters und der verantwortlichen Regierungsrätin durchgedrückt werden, darf als Abschiedsgeschenk oder auch als grobe Provokation bezeichnet werden. Meines Erachtens findet hier eine unbewusste oder vielleicht gar eine gewollte «Keiltreiberei» statt. Es werden Gruppierungen gegeneinander ausgespielt. Gruppen von Jägern gegeneinander, Berggänger gegen die Jäger, Waldverantwortliche gegen Wildverantwortliche und einige Jagdgenossenschaften gleich gegen alle. Obwohl man bis anhin miteinander, mehr oder weniger ausgekommen ist, wird das zwischenmenschliche Klima in unseren Bergen vergiftet. Und das alles angeblich zum Wohle des Wildes und des Waldes. Das kann es doch nicht sein! Hier ist ein Miteinander gefordert, was die Zurückstellung der einseitig geplanten Wildruhezonen bedeutet. Ansonsten wird diese «Zwängerei» zu einer Bürde für die neue Regierung, den neuen Amtsleiter und auch für die bestehende Kollegialität der verschiedenen Gruppierungen untereinander in unseren geliebten Bergen. Und das angeblich alles zum Wohle des Wildes.

Werner Kindle,Vaduz

Glaube

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