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Leserbrief

Willkommen im Paradies

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 4. Januar 2016

Grundeinkommen

Im «Liechtensteiner Vaterland» vom 28. Dezember 2015 gibt sich die scheidende LANV-Geschäftsführerin, Frau Christine Schädler, als Befürworterin, oder zumindest als Sympathisantin der paradiesisch anmutenden Idee «bedingungsloses Grundeinkommen» zu erkennen. Das schliesse ich zumindest aus den Äusserungen auf die Frage der Journalistin: «… gibt es aktuell … eine Idee, die wir dringend unterstützen müssen?» In ihrer Antwort verweist Frau Schädler auf aktuelle Diskussionen und Untersuchungen zu diesem Thema in der Schweiz und in Finnland. «Die Befürworter gehen davon aus, dass diese Vision mehr Gerechtigkeit und Selbstbestimmung bringt», hält sie unter anderem fest. Ausgerechnet! Warum genau das Gegenteil der Fall ist, erklärt uns Piere Bessard vom Liberalen Institut in Zürich. «Letztlich ist der Vorschlag eines bedingungslosen Einkommens schlicht absurd, denn er verneint die Natur der menschlichen Kondition. Der Mensch muss sich stets bemühen, um in einer Welt knapper Ressourcen materielle Wohlfahrt erfahren zu können. Wenn er dies nicht selber tut, dann tut er es zulasten Dritter. Einer freien Gesellschaft liegt darum eine ebenso einfache wie bewährte Ethik zugrunde: jeder darf nur das benutzen oder austauschen, was ihm gehört, … , und jeder hat ein legitimes Anrecht auf die Früchte seiner Arbeit. Werden diese Regeln respektiert, so sind Wohlstand und Frieden die Folge, werde sie gebrochen, so entsteht Armut und Unfrieden.» Fragen Sie sich doch einfach, wie es so etwas wie ein «bedingungsloses» Einkommen überhaupt geben soll beziehungweise kann? Die Bedingung dafür, dass etwas verteilt werden kann ist, dass etwas da ist. Damit etwas da ist, muss etwas geschaffen, hergestellt, produziert werden. Insofern hätte sich das mit «bedingungslos» an dieser Stelle bereits erledigt. Sang- und klanglos! Im Diesseits gibt es kein «bedingungslos». Woher sollen die Mittel für diese Wohltaten dann also kommen? Von «Dritten» eben; zu deren Lasten! Oder erklären Sie mir doch bitte, wer sonst diese «Vision» bezahlen soll, Frau Schädler?

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

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