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Leserbrief

Weniger reden, mehr tun!

Alpenschutzkommission Cipra | 20. Mai 2017

Biologische Vielfalt

Hecken, Biotope, Feuchtwiesen – am 22. Mai ist Internationaler Tag der biologischen Vielfalt. In den Alpen drohen 47 Prozent der Pflanzenarten bis Ende des Jahrhunderts auszusterben. Cipra International ruft auf zu mehr Taten für die Naturvielfalt!
Es war 1992, also vor 25 Jahren, als das Übereinkommen über biologische Vielfalt an der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro, Brasilien, zur Unterzeichnung freigegeben wurde. Seither hat der Begriff «biologische Vielfalt» bzw. «Biodiversität» an Bekanntheit und Bedeutung gewonnen. Dennoch verzeichnen wir noch immer jedes Jahr enorme Verluste an Biodiversität. In den Alpen drohen 45 Prozent der Pflanzenarten bis 2100 auszusterben.
Was, wenn die Zukunft nicht in der Arbeit von Regierungen und völkerrechtlichen Verträgen, sondern näher beim Menschen liegt? Partizipative Ansätze sind vielversprechend. Sie erfordern eine Machtverschiebung weg von den Regierungen hin zu den Menschen. Mit dem Projekt Spare (Strategic Planning for Alpine River Ecosystems) testen Cipra International und ihre Projektpartner neue Lösungswege und fragen: «Wie bringen wir Zuständige und Interessierte dazu, sich für ein ganzheitliches Management der alpinen Flüsse über administrative und fachliche Grenzen hinweg zu engagieren?»
Auch das Projekt «speciAlps» setzt auf Partizipation. Es will echte Naturvielfalt vermehren, indem Naturschätze erkannt, geschützt und zugänglich gemacht werden. Schätze wie Hochstammbäume, Wiesen oder Grünstreifen sind in jeder Gemeinde vorhanden und realisierbar, gehen aber oftmals vergessen. «Wir müssen uns unserer Verantwortung bewusst sein», betont Martha Dunbar, Projektleiterin Biodiversität und Landschaft bei Cipra International. Gemeinsam mit Partnern arbeitet die Cipra daran, dafür zu sensibilisieren – am Tag der Biodiversität und das ganze Jahr über.

Alpenschutzkommission Cipra

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