Leserbrief

Ja, Liechtenstein braucht ein eigenes Radio

Walter-Bruno Wohlwend,Landstrasse 130, Schaan | 16. Mai 2017

Rundfunk

«Liechtenstein braucht ein eigenes Radio.» So lautet die Schlagzeile des Leitartikels im «Liechtensteiner Vaterland» vom Montag dieser Woche. 22 Jahre nachdem Radio L am 15. August 1995 erstmals auf Sendung ging, kann man dieser Aussage wirklich nur zustimmen.
Die endgültige Konzessionserteilung für den Betrieb eines eigenen Radiosenders durch den Landtag erfolgte im September 1994. Dieser denkwürdigen Entscheidung der Volksvertretung ging ein jahrelanger Kampf voraus. Als Initiator und Gründer von Radio L hätte ich ohne die Unterstützung wichtiger Mitstreiter keine Chance gehabt. In erster Linie sei der Vaduzer Anwalt Dr. Peter Ritter erwähnt, der die notwendigen finanziellen Mittel in Millionenhöhe besorgte. Ohne seine Unterstützung wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen.
Unter den zahlreichen Mitstreitern erwähne ich unter anderem den ersten Programmdirektor Roman Banzer, dann den heutigen Chefredaktor Frommelt und den damaligen Vorsteher und Abgeordneten Xaver Hoch, der das Projekt im Landtag als «grosse Chance» für unser Land bezeichnete und sich dafür einsetzte, dass der Sender im ehemaligen Fabrikgebäude in Triesen grosszügige Arbeitsräume erhielt und heute noch dort beheimatet ist. Ich bitte um Nachsicht, falls ich den einen oder anderen wichtigen Namen in der Hitze des Gefechtes übergangen habe.
Wir waren damals allesamt davon überzeugt, dass Liechtenstein ein eigenes Radio braucht. Aus dieser Sicht ist es erfreulich, dass sich heutige Regierungsmitglieder für die Unterstützung des Senders einsetzen wollen, der um die Jahrtausendwende aus finanziellen Gründen vom Staat übernommen wurde und seither eines der Aushängeschilder bezüglich der Souveränität und der medialen Unabhängigkeit unseres Landes geworden ist.

Walter-Bruno Wohlwend,
Landstrasse 130, Schaan

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