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Leserbrief

«Es langet för alli, sogär för d’Iibrecher»

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 16. Mai 2017

Subvention für E-Autos

Ein Jahr lang zogen drei Albaner von Gemeinde zu Gemeinde und brachen in insgesamt 20 Wohnhäuser ein. Die Deliktsumme: drei Millionen Franken. So der Titelblatt «Vaterland»-Aufreisser vom Freitag. Mein solarbetriebener Taschenrechner erklärte mir darauf, dass demnach im Liechtensteiner Wohnhaus jeweils 150 000 Franken herumliegen. Ein hübsches Sümmchen Haushaltsgeld, könnte man meinen. In Tat und Wahrheit langt das aber hinten und vorne nicht. Denn unsere solarbetriebene Regierung wird sich wohl nicht davon abbringen lassen, Elektroautos zu subventionieren. Und das, obwohl wir ja bereits im Verkehr ersticken und die gleiche Staatsführung seit vielen Jahren herumklönt, man solle doch die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Ein perverses Schmankerl, oder besser ausgedrückt, ein realer verkehrstechnischer Sozialporno dürfte dann entstehen, wenn sie wieder diese kuriose S-Bahn auf den Tisch bringt. Gleichzeit aber dem mausbettelarmen Hundertfünfzigtausendfrankenliechtensteiner ein Elektroautöli schmackhaft macht, ihm bei dessen Kauf unter die Arme greift, ihn von der Motorfahrzeugsteuer befreit und ihm den Strom auch noch gratis abgibt. Ein sozialer Misthaufen der Extraklasse. Und zuoberst auf diesem stinkenden Misthaufen sitzt dann als krähender Güggel Herr Hans Frommelt aus Triesen in seinen grünen Federn und gackert den Unsinn ins Land hinaus, dass Strom subventioniert werden muss, weil er ja höchst umweltverträglich aus der heimischen Steckdose spritzt.
Hans Frommelt versucht krampfhaft, sein Elektrodefizit damit zu vertuschen, den Abgeordneten Herbert Elkuch permanent zu diffamieren. Nachdem er ihn des Populismus bezichtigt hat, wirft er ihm jetzt auch noch vor, er würde «fake News» verbreiten. Wie er zu diesem kotzdummen Unsinn kommt, dürfte selbst für ihn ein Rätsel bleiben.
Herbert Elkuch schrieb im Hoi DU, dass wenn einer ein Elektrofahrzeug haben will, es auch selber finanzieren soll, und da dieses Fahrzeug die Strassen benutzt, er dafür auch Steuern zahlen muss. Ganz normale und zwingende Ansichten, welche auch eine Kleinstdemokratie eigentlich verkraften müsste. Ohnehin taucht am Horizont die Frage auf, woher der Staat nachher diese 72 Rappen Steuer, die wir jetzt pro Liter Benzin zahlen, nimmt, wenn er die Elektroautos von der Steuer befreit. Wahrscheinlich wird er, weil andere Einnahmequellen hat er ja nicht, die AVH kürzen, die MwSt. erhöhen und herumjammern, dass sich keine schwarzen Nullen mehr zeigen.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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