Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Elkuch nutzt Fake-News-Jargon

Hans Frommelt,Gapont, Triesen | 10. Mai 2017

Förderung von E-Autos

Herbert Elkuch meinte in der letzten DU-Zeitung, dass sich nur Besserverdienende Elektroautos leisten können. Die Subventionierung der Elektroautos durch den Staat muss der Kleinverdiener mitbezahlen. Solche Geld-Umverteilmechanismen widerstreben dem Gleichheitsgrundsatz, meint Elkuch. Für Elkuch gehört nur die Strassenbelastung durch die vier Räder und Eliminierung der Lenkungsabgabe für Stromautos in seinen Argumentationskatalog. Schadstoffbelastung der Luft durch die Verbrennungsmotoren, Bremsbelagabrieb, etc. berücksichtigt er in seinem Artikel nicht.
Bei der finanziellen Förderung von Elektroautos geht es nicht darum, wer sich ein solches Gefährt leisten kann oder nicht. Es geht da um die Minimierung der Luftschadstoffbelastungen, von CO2 und um die Reduktion weiterer Umweltbelastungen. Es geht da auch nicht um Geld-Umverteilungsmechanismen. Dafür ist das Steuergesetz zuständig, das sich auf die Verfassung, Artikel 26, stützt. Besserverdienende bezahlen mehr und höhere Steuern. Ähnlich ist es auch bei der AHV. Als Subventions- beziehungsweise Lenkungsabgabeempfänger haben alle dasselbe Recht, was ist da unsinnig daran?
Ein Grossteil der Politiker möchte erreichen, dass der Paradigmenwechsel vom Auto mit Verbrennungsmotor hin zum Elektroauto möglichst schnell geschieht. Deshalb die Lenkungsabgabe beziehungsweise Fördersubvention.
Die Widerstände gegen die Elektroautos sind derzeit immer noch gross. Sie reichen vom Rohölverkäufer, Pipelinebesitzern, dem Diesel- und Benzinhandel bis zu den konservativ denkenden oder gekauften Politikern, die den Paradigmenwechsel vom Auto mit Verbrennungsmotoren hin zum Elektroauto verzögern. Die Zeichen der Zeit hat die Autoindustrie erkannt.
So wie bei der derzeitigen Abstimmung in der Schweiz über die Energiestrategie 2050, versucht da Elkuch im gleichen Fake-News-Jargon wie die Strategie-Neinsager den Paradigmenwechsel von der derzeitigen Automobiltechnik hin zu Elektroautos, mindestens bei uns, zu verzögern.

Hans Frommelt,
Gapont, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung