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Leserbrief

Indexierung des Kindergeldes

Ingo Nachbaur,Schlossergasse 2, Feldkirch | 5. Mai 2017

Welch eine Ironie!

Meine Frau und ich sind beide in Liechtenstein erwerbstätig und haben unseren Wohnsitz in Feldkirch. Wir sind beide Teilzeitbeschäftigte (70 Prozent beziehungsweise 60 Prozent) und kümmern uns gemeinsam um unsere zwei kleinen Kinder. Wir haben uns inzwischen damit abgefunden, dass wir den Liechtensteinischen Krankenkassenbeitrag nur anteilsmässig in Höhe des jeweiligen Arbeitspensums erhalten (das heisst 70 Prozent beziehungsweise 60 Prozent), auch wenn das jeglicher Logik entbehrt. Als Teilzeitbeschäftigte zahlen wir beide die volle Krankenkassenprämie unabhängig davon wie hoch das Arbeitspensum ist. Wir werden also finanziell dafür abgestraft, dass wir uns selbst um unsere Kinder kümmern und diese nicht in die Obhut Dritter geben. Dass nun eine «Indexierung» des Kindergeldes andiskutiert wird, ist für uns aber noch weniger nachvollziehbar. Wir haben in Österreich eine deutlich höhere Inflationsrate als in Liechtenstein und gerade in Vorarlberg haben wir inzwischen – nicht zuletzt dank der vielen Einkaufstouristen aus Liechtenstein und der Schweiz – ein höheres Preisniveau als viele andere Regionen Österreichs. Zusammengefasst: Wir dürfen in Liechtenstein arbeiten und Quellensteuer zahlen, aber für unsere Kinder sollen wir weniger Kindergeld beziehen, während gleichzeitig liechtensteinische Familien ihr höheres Kindergeld in Österreich ausgeben und damit hier die Preise noch weiter in die Höhe treiben. Welch eine Ironie!

Ingo Nachbaur,
Schlossergasse 2, Feldkirch

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