Leserbrief

Vorsteher mit menschlichen Defiziten

Hans Marxer,Auring 61, Vaduz | 4. Mai 2017

Lärmiger «Gwerbler»

Eigentlich wollte ich auf die Antwort des Vorstehers von Mauren auf meinen Leserbrief nicht antworten, da sich Letzterer durch seine Antwort im Grunde selber disqualifiziert. Da mich diese Angelegenheit weiter beschäftigt, schreibe ich dennoch ein paar Zeilen als Reaktion.
Ich glaube, dass ich in meinem Leserbrief vom 7. April 2017 klar ausgedrückt habe, dass der Vorsteher sich nicht für die rechtliche Seite des unhaltbaren Zustandes in der Industriezone Mauren einsetzen soll, sondern für die menschliche. Mit der rechtlichen Seite befasst sich seit zwei Jahren und zum wiederholten Male das Amt für Umwelt (AU) und kommt nur sehr schleppend voran, weil sich der vom Unternehmen gewählte «Gutachter» mit Händen und Füssen wehrt, eine Lagebeschreibung zu liefern, die die Bezeichnung Gutachten verdient. Diese Tatsache ist und war auch in der Vergangenheit der Grund, dass in diesem Falle diese unhaltbare Situation entstanden ist. Weil wegen dieser Vorgeschichte unschuldige und Steuern zahlende Mietbewohner in unverantwortbarer Weise arg drangsaliert werden, obwohl die in Liechtenstein gültigen Gesetze dies verbieten, habe ich irrtümlicherweise angenommen, dass sich der Vorsteher dieser Gemeinde für bedrängte Bewohner einsetzen wird; leider musste ich feststellen, dass diese Seite dieses Vorstehers nicht entwickelt ist. Dies ist meiner Meinung nach ein schwerwiegendes Defizit für einen Inhaber dieses Amtes.
Denselben Eindruck gewann ich auch in der Reaktion des Vorstehers auf meine E-Mail an ihn. In einer zweiseitigen Mail habe ich ihm die Problematik geschildert und ihn gebeten, sich seiner menschlichen Aufgabe gewahr zu werden und auf den verursachenden Unternehmer einzuwirken. Ich bekam einen Zweizeiler als Antwort mit der Aussage, dass er beim AU einen Lärmnachweis angefordert habe. Diese Reaktion liess in mir den Eindruck entstehen, dass der Vorsteher entweder meine Mail nicht gelesen hat oder aber den Inhalt dieser nicht verstanden hat (kognitive Defizite?). Dieses Verhalten und ein paar weitere Hin und Hers habe ich als heisse Luft bezeichnet! Wenn der Vorsteher diese Ausdrucksweise als populistisch bezeichnet, ist dies nicht im Einklang mit meinen Sprachkenntnissen.
Vor allem will es nicht in meinen Kopf gehen, dass der erste Mann in einer Gemeinde nicht einsehen will, dass er sich für Mitbewohner einzusetzen hat, die in nicht akzeptabler Weise von anderen Mitbewohnern «misshandelt» werden.
Ich nehme an, dass eine Antwort des Vorstehers nicht lange auf sich warten lässt.

Hans Marxer,
Auring 61, Vaduz

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