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Leserbrief

Stadttunnel Feldkirch – Wunschdenken zweier Politiker?

Martha Mayr,Liechtensteinerstrasse 121a,Feldkirch-Tisis | 13. April 2017

Verkehrspolitik

Nach Ansicht von Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Feldkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold brauche es beides: den Ausbau der sanften Mobilität sowie den raschen Ausbau des Stadttunnels. Auch durch die ständigen gebetsmühlenartigen Wiederholungen dieser politischen Befürworter verändern sich die Fakten nicht.

Fakt ist, dass sich viele Bürger/-innen gegen dieses unausgegorene Monsterprojekt Stadttunnel aussprechen, das künftige Generationen durch massive Kosten (auch für den Unterhalt) belastet. Bereits heute schon müssen sich die Vorarlberger Strassenbauer nach der Decke strecken, um mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln für die Sanierung der in die Jahre gekommenen Brücken und teure Belagssanierungen das Auslangen zu finden (lt. Bericht in den «VN» «Brücken sind in die Jahre gekommen»). Der Stadttunnel ist eine Insellösung für die Innenstadt von Feldkirch und die umliegenden Regionen müssten sich mit Mehrverkehr abfinden. Selbst das Problem Schwerverkehr ist durch diesen Tunnel nicht gelöst. Durch das Portal kurz vor der Grenze käme es zu ständigen Stauerscheinungen im Tunnelsystem, was das heute bestehende Verkehrschaos auf der Liechtensteinerstrasse nur noch verschärfen würde. Auch der versprochene Rückbau von Strassen und die Errichtung von Begegnungszonen nach der Eröffnung des Tunnels ist reine Illusion.
Fakt ist aber auch, dass die Bürgerinitiativen «StattTunnel» und «mobil ohne Stadttunnel» den Betreibern falsche Daten nachgewiesen haben und von diesen bereits korrigiert werden mussten. Auch der gewünschten Zur-Verfügung-Stellung von Ausgangsdaten, um diese von einem unabhängigen Gutachter prüfen zu lassen, wurde nicht entsprochen. So ist die Parteistellung der Bürgerinitiativen zusammen mit zwei weiteren Verfahren bei Gericht anhängig. Die Bürgerinitiativen wollen lediglich nachweisen, dass der Tunnel in der UVP zu Unrecht genehmigt wurde. Es ist sicher auch im öffentlichen Interesse, dass ein unabhängiges Gericht überprüft, ob bei der Genehmigung alles korrekt abgelaufen ist.
Währenddessen ist die Politik gefordert, endlich Massnahmen zur Lösung des Lkw-Staus vor der Grenze zu treffen. Durch eine Verbindung beider Autobahnen an der kürzesten Stelle wäre die Bärenkreuzung massiv entlastet und mit das ganze Rheintal. Die Politik ist also bis zur Entscheidung der Gerichte nicht zur Untätigkeit verpflichtet.

Martha Mayr,
Liechtensteinerstrasse 121a,
Feldkirch-Tisis

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