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Leserbrief

Kirchenfinanzierung

Patrick Sele,St. Markusgasse 13, Vaduz | 7. April 2017

Mit einem vom Staat vorgenommenen Einzug eines freiwilligen einkommensabhängigen Kirchenbeitrags könnte der Staat jährlich etwa fünf Millionen Franken einsparen, und es wäre gleichzeitig weiterhin eine ausreichende Finanzierung der katholischen Kirche gewährleistet. Für die Einhebung dieses Kirchenbeitrags könnte den Steuerpflichtigen zusammen mit den Steuerunterlagen ein Formular zugesandt werden, auf dem diese, falls sie eine staatlich anerkannte Kirche unterstützen möchten, den Namen der betreffenden Kirche, die Höhe ihres Jahresbruttoeinkommens sowie die für die Geldüberweisung benötigte Kontonummer angeben. Bei der ersten solchen Einhebung würde dann ein Prozent des Jahresbruttoeinkommens der betreffenden Kirche überwiesen. Damit würde sehr wahrscheinlich viel mehr Geld zusammenkommen, als die Kirchen benötigen. Aus dem Betrag des resultierenden Überschusses könnte dann der für die jeweilige Kirche angemessene Anteil berechnet werden. Im darauffolgenden Jahr würden dann die entsprechenden Anteile für die einzelnen Kirchen angepasst. Mit diesen Kirchenbeiträgen wäre dann auch der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zu finanzieren. Neben den genannten Vorteilen für Staat und katholische Kirche besteht ein weiterer Vorteil einer solchen Kirchenfinanzierung darin, dass sie auch ohne eine Regelung der vermögensrechtlichen Aspekte des Verhältnisses von katholischer Kirche und Staat in Kraft gesetzt werden kann.

Patrick Sele,
St. Markusgasse 13, Vaduz

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