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Leserbrief

Nicht zuständig oder Nepotismus?

Hans Marxer,Auring 61, Vaduz | 7. April 2017

Lärmiger «Gwerbler»

Im Gewerbegebiet Mauren agiert ein Unternehmer, von dem man meinen könnte, dass er sich nicht darum kümmert, dass es in Liechtenstein Gesetze gibt. Das Unternehmen bricht mehrmals im Jahr Steine und Abbruchbeton und erzeugt dabei Lärm, dessen Stärke in der Lärmschutzordnung die Einstufung «hoch im Alarmbereich» hat. Wegen dieser fast unerträglichen Lärmbelastung für ganz nahe wohnende Menschen (weniger als 30 Meter) darf diese AG nur an 15 Stunden im Jahr brechen. Im Jahre 2015 wurde an 15 Tagen dieser Lärmterror realisiert. Obwohl das Unternehmen nur Abbruchbeton brechen darf, wurde in den letzten Jahren meines Wissens auch Primärmaterial (Rüfematerial) gebrochen; im vergangenen Jahr wurde die Umfriedung des Lagerplatzes vergrössert, ohne im Besitze der dazu notwendigen Bewilligung zu sein (für dieses Fehlverhalten wurde diese AG nicht bestraft!). Ich könnte die Liste fortsetzen, sehe aber davon ab, denn ich denke, jeder in Rechtssachen einigermassen informierte Bewohner weiss, wie solches Verhalten bezeichnet wird.
Da dieses unverantwortungsvolle Verhalten vor allem unschuldige und teilweise hilflose Menschen, die in unmittelbarer Nähe wohnen, erdulden müssen, habe ich mich an den Vorsteher gewandt mit der Bitte, mit der verantwortlichen AG zu sprechen und zu erreichen versuchen, dass sich diese etwas in Richtung Anstand und Rücksichtnahme bewegt. Der Vorsteher hat ein paar Mal heisse Luft produziert und schliesslich, als er nicht mehr weiterwusste, geantwortet, dass er nicht zuständig sei (sondern das Amt für Umwelt). Ich frage mich schon, ob nicht ein Vorsteher auch dazu da ist, solcherart agierende Unternehmer darauf anzusprechen, dass auf andere in der Gemeinde wohnende und Steuern zahlende Einwohner Rücksicht genommen werden muss. Da die meisten von diesen mit ohrenbetäubendem Lärm betroffenen Einwohnern nicht wählen dürfen, ist der Gedanke naheliegend, dass die wahlberechtigten Bürger alles tun dürfen, was für andere unerträglich ist, ohne dass sie nicht einmal darauf angesprochen werden. Solches Verhalten nennt man Nepotismus. Ich finde es bedenklich, dass in dieser Gemeinde der Vorsteher sich schützend vor ein solches Unternehmen stellt und unschuldige, massiv durch Lärm durch diesen „misfit» drangsalierte unbescholtene Mitbewohner im Regen stehen lässt! Grüsse aus der schönen Gemeinde Mauren!

Hans Marxer,
Auring 61, Vaduz

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