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Leserbrief

... oder wie der Herr Generalvikar zum Arzttermin kam

Ruth Schöb, Auring 57, Vaduz | 3. April 2017

Gerne trete ich meinen nächsten Arzttermin dem Herrn Generalvikar Walser ab. Um zu einem solchen Termin zu gelangen, blieb ihm ja leider nur der Ausweg ins ärmere schweizerische Umland. In Nachbarländern wartet ein neuer Patient ohne Hausarzt schon längst Monate auf seinen Arzttermin, unsere ärztliche Versorgung und Wartezeit sind immer noch höchst komfortabel und luxuriös. Da sind wir tatsächlich ein reiches Land, dem bisher höchste Qualitätsmedizin zur Verfügung steht. Wie der Herr Generalvikar erwähnte, herrschte bei den hiesigen Ärzten, wo er vergeblich anklopfte, nur «im Moment» ein Patientenstopp. So ist verfehlte Gesundheitspolitik, politischer Raubbau, bei uns und in den Nachbarländern ganz unten beim betroffenen Patienten hautnah angekommen und zeigt teils verheerende Folgen. Ärztemangel (Hausärzte) und die Tatsache, dass der übliche Arbeitstag eines Arztes hier in seiner Praxis «nur» so um die zehn Stunden beträgt, runden das Bild ab. Im psychiatrischen Fachbereich sind wochen- und monatelange Wartezeiten auch hierzulande leider längst an der Tagesordnung. Ohne entsprechende Rahmenbedingungen und Tarifanpassungen in dieser Disziplin, wo die Patientenanzahl rasant zunimmt, ist dies erst die Spitze des Eisberges.

Ruth Schöb,
Auring 57, Vaduz

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