Leserbrief

«War ich das etwa?»

Carmen Sprenger-Lampert,Landstrasse 333, Triesen | 29. März 2017

Meine Leserbriefe zum Thema «Frauenquote» veranlassten einen Menschen, mir anonyme Post zuzustellen. Das Kuvert trägt den Absender «Quote» und beinhaltet «Sex-Annoncen». Die Zeitungsausschnitte sind mit den Vermerken: «Vertretung der Männer = 0» und «Wo sind die Männer Quote» beschriftet. Auch diesmal fordere ich wieder zum Gespräch auf, denn eine solche Art ist in keiner Hinsicht nützlich. Ausserdem fühle ich mich überfordert, diese Post korrekt zu interpretieren. Lieber Anonymus, wenn Sie glauben, dass solche Dienste nur von Frauen angeboten werden, so bitte ich Sie, einmal im Internet nach dem männlichen Pendant zu suchen. Diese Suche wird ein umfangreiches Resultat liefern.
Zwangsläufig stelle ich die Frage, ob auch anderen Autorinnen und Autoren von sachlich verfassten Leserbriefen derartige Post erhalten? Vermutlich trägt eine solche Art unter anderem dazu bei, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich für ein politisches Amt zur Verfügung stellen.
Es tut mir leid, dass ich die Rubrik «Leserbriefe» für eine solche Gegenwehr zum zweiten Mal nutzen muss. Nichtsdestotrotz möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um mich bei den unzähligen couragierten Frauen und Männern zu bedanken, von denen ich «unmaskierte» Feedbacks erhielt.


Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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