Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Frauenförderung auf normalem Wege

Franz SchädlerRossbodastrasse 27, Triesenberg | 27. März 2017

Eine Quote kommt nicht in die Tüte, solange Liechtensteins Gross-Parteien nicht in der Lage und fähig sind, Frauenförderung auf normalem Wege zu bewerkstelligen. Durch die Aussage im Vaterland vom 25. März, Liechtensteins Parteien zeigen sich offen für Lösungsvorschläge, haben sie sich selbst unglaubwürdig gemacht. Der FBP Präsident schreibt: «Das erreichte Resultat zeigt deutlich, dass allein innerparteiliche Massnahmen nicht genügen, um etwas an der Situation zu ändern.» Gerade die Parteileitungen hätten es anlässlich der Koalitionsverhandlungen in der Hand gehabt, in dieser Angelegenheit ein wegweisendes Zeichen zu setzen und einer Frau das Landtagspräsidium, zum Bsp. abwechselnd mit einem Mann, für 2 Jahre anzubieten. Wenn jedoch die FBP nur unter der Voraussetzung zu Koalitionsverhandlungen bereit ist, dass der Landtagspräsident für die kommenden 4 Jahre ein bald 70 jähriger Mann sein muss, kann sich jeder über die Glaubwürdigkeit obiger Aussage sein eigenes Bild machen. Viel erreicht. Viel vor. Anlässlich der heute stattfindenden Parteitage beider Gross-Parteien bestünde seitens der Parteimitglieder noch eine Chance, diese Koalitionsvereinbarung zu unterlaufen, was aber aufgrund der Parteigläubigkeit der Mitglieder unwahrscheinlich ist.
Eine ganz kleine, weitere Möglichkeit ergäbe sich anlässlich der Eröffnungssitzung des Landtages vom kommenden Donnerstag, bei der Wahl des Landtagspräsidenten durch die Abgeordneten eine Frau vorzuschlagen. Beugen sich die Volksvertreter dem Parteidiktat und Koalitionszwang oder haben sie eine eigene, persönliche Meinung und sind in ihrer Wahl frei, um eine Frau als Präsidentin zu wählen?
Hier muss sich jede und jeder Abgeordnete im Klaren sein, handelt er/sie nach Parteidiktat oder nach seiner eigenen Überzeugung.
Auf diese Eröffnungssitzung warten wir gespannt, obwohl wir das Motto heute schon kennen: So war es schon immer, so soll es bleiben.

Franz Schädler
Rossbodastrasse 27, Triesenberg

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung