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Leserbrief

Da bleiben noch ein paar Fragen übrig

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 23. März 2017

Nach der Hingabe vieler Landesbewohner für den armen Bieber und die Hingabe eins Alphüttenwirtes gegen die Verharmlosung der häusliche Gewalt, sei es erlaubt, ein paar Fragen an diese Hüter einer für Tier und Mensch gerechten und lebenswerten Welt zu stellen.
Wer regt sich und kämpft für jenes Tier in den Mastfabriken, das in Europa zu Abermillionen dahinvegetiert. Im eigenen Kot, von Eiter und Geschwüren übersäht, niemals das Tageslicht erblickt und nach qualvollen Monaten in der Masthölle, nach der maschinellen Schlachtung beim Metzger auf dem Tresen landet. Ein Tresen, vor welchem wir nach dem billigsten Stückchen Schnitzel gieren und mit den Sonderangeboten unsere Kühltruhen füllen?
Wer regt sich und kämpft für jene geschundene Ehefrau, deren Gatte sich allabendlich vor dem Fernseher, den mit einem Magenband vor dem Zerplatzen geschützten Wanst mit Schweinshaxen und Servalat von ihr stopfen lässt. Dieser jeden Abend müde und stinkfaule Sack, der sich vom malträtierten Eheweib auch noch seine braun kolorierten Unterhosen waschen lässt und nach aussen den biederen Saubermann und Moralapostel spielt und tagtäglich auch noch von seinem willenlos gemachten und versklavten Weib das abstossende Schauspiel einer intakten Ehe erpresst?

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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