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Leserbrief

Frauenquote und Referendum

Víctor Arévalo, Univ. Prof. Dr. iur.,Auring 56, Vaduz | 21. März 2017

Quotendiskussion

Frauenquote im Landtag? Welche Höhe? Wenn das Volk diese Fragen in einem Referendum beantwortet und entscheidet, wird das Problem gelöst. In Norwegen und Island hat sich die 40-Prozent-Quote seit 2004 eingebürgert. In Island wurde eine solche zwar erst 2010 gesetzlich geregelt, aber erlangte schon ab 2004 gerichtlich Rechtskraft. Dabei spielte eine Rolle, dass beide Länder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehörten und deshalb eine rechtliche Homogenität anstrebten. Dass Landesbürgerinnen und -bürger Liechtensteins, des dritten EWR-Staats, direktdemokratisch über einen gemeinsamen Massstab befinden, werden die anderen EWR-Mitglieder begrüssen. In Liechtenstein gibt es seit Jahren verschiedene Frauenvereine. Jetzt ist mit «Hoi Quote» sogar ein Verein geboren, der sich ausschliesslich damit befasst, eine rechtliche Regelung der Quotenfrage durchzusetzen. Es fehlt nur noch, dass die Mitglieder des Vereines anfangen, die Unterschriften zu sammeln. Jeder Fachjurist, der sich auf die Verfassung Liechtensteins versteht, kann die Änderung des Textes im Handumdrehen schreiben. Das Referendum zu lancieren, wird um die Diskussion über das Thema um ein Vielfaches bereichern und dieser die Sachlichkeit des Unmittelbaren verleihen. Im November 2015 machten Frauen schon 50 Prozent aller Parlamentsmitglieder in Norwegen und Island aus. Im Februar 2017 blieben nur 2 Frauen im Landtag von Liechtenstein.

Víctor Arévalo, Univ. Prof. Dr. iur.,
Auring 56, Vaduz

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