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Leserbrief

Gehört Balzers nicht mehr zu Liechtenstein?

David Vogt,Rheinstrasse 54, Balzers | 16. März 2017

Finanzplatz

Diese Frage stellte ich mir am 10. März 2017, als ich auf der Titelseite des «Liechtensteiner Volksblattes» nachlesen konnte, dass am Finanzplatz Liechtenstein «paradiesische Zustände» herrschen. Zuerst habe ich an einen vorgezogenen Aprilscherz gedacht, beim Weiterlesen musste ich aber zur Kenntnis nehmen, dass diese Aussage ernst gemeint war. In Balzers sind wir von paradiesischen Zuständen weit entfernt und ich befürchte, dass die Situation zwischen Triesen und Ruggell nicht viel besser aussieht. Die meisten Treuhänder haben in den vergangenen Jahren mindestens 50 Prozent ihrer Kunden verloren, wurden mit Vorschriften eingedeckt, die von kleinen Büros nicht mehr bewältigt werden können. Die Einzigen, die von dieser Überregulierung profitieren, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Finanzmarktaufsicht, die ihren Arbeitsplatz zumindest kurzfristig auf Nummer sicher haben. Erst kürzlich wurde mir die Frage gestellt, was sich im Treuhandberuf in den vergangenen fünfzig Jahren verändert hat. Die Antwort kann nur lauten: Alles. Vor fünfzig Jahren konnten wir zum Beispiel ein Bankkonto auf einem einzigen Blatt Papier eröffnen, heute sind es inklusive der Geschäftsbedingungen nahezu 100 Seiten. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wie lange die Kunden noch bereit sind, die zusätzlichen Kosten und Schikanen mitzutragen!

David Vogt,
Rheinstrasse 54, Balzers

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