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Leserbrief

Fehlende weibliche Solidarität

Katrin Hasler, M.A. in Management, Hohlstrasse 508, Zürich | 11. März 2017

Liebe Carmen Sprenger-Lampert,
sie haben recht: Die Solidarität unter Frauen lässt zu wünschen übrig. Das beweisen Sie mit Ihrem Leserbrief selbst. Das ist aber nicht der Grund für das Wahlergebnis. Eine kleine Milchmädchenrechnung: Wenn 100 Prozent der Wählerinnen und 90 Prozent der Wähler den Wahlzettel ohne Streichungen einwerfen, aber 10 Prozent der Wähler alle Frauen streichen, dann sind die Frauen draussen. Nachwahlbefragungen zeigen, dass Männer häufiger Frauen streichen. Es ist also nicht die Schuld der Frauen. Ich arbeite übrigens in einem Unternehmen, das auf Management- und Mitarbeiterebene über je exakt 50 Prozent Frauen und Männer verfügt. Wir alle haben unseren Job aufgrund unserer Qualifikationen, es herrscht Lohngleichheit und wir trinken gerne Bier zusammen. Konflikte werden zwischen Männern und Frauen aller Hierarchiestufen auf Augenhöhe respektvoll ausdiskutiert, es gibt keine Rivalitäten zwischen den Frauen. Das klingt für Liechtenstein utopisch, nicht wahr? Nur eine Autostunde entfernt in Zürich ist das mein Alltag. Darum setze ich mich dafür ein, dass in meinem Heimatland – in welchem ich aufgrund meines Wohnsitzes leider nicht wahlberechtigt bin! – auch möglichst bald gleiche Verhältnisse herrschen.

Katrin Hasler, M.A. in Management, Hohlstrasse 508, Zürich

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