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Leserbrief

Wenn Lügen-Kritiker kritisiert werden

Urs Kindle, Binzastrasse 51, Mauren | 7. März 2017

«Lügenpresse»

Mathias Ospelt schreibt in seinem Leserbrief vom 4. März 2017, er «würde es sehr begrüssen», wenn ich in den Zeitungen keine Leserbriefe mehr veröffentlichen würde. Warum er persönlich diese negative Haltung einnimmt, sagt er dabei nicht. Offensichtlich scheinen ihn meine Leserbriefe zu provozieren. (Das dürfen sie, das ist legal …) Oder sie langweilen ihn. (Auch das dürfen sie, auch das ist legal …)
Im Leserbrief vom 2. bzw. 3. März lobte ich nämlich Donald Trump, weil dieser – Gott sei Dank! – das unehrliche Verhalten der «Lügenpresse» angeprangert hatte. Dabei stellte ich aber klar: «Es geht bei diesem meinem Leserbrief in keiner Weise darum, die ganze Journalistenzunft zu kritisieren.» An unseren Landeszeitungen schätze ich vieles – gerade auch hinsichtlich inländischer Berichterstattung. Diese meine Einstellung erkennt man etwa auch daran, dass ich Zeitungsabonnent bin. Und doch, es sei mir zu sagen erlaubt: Dass wir es weltweit mit einer Lügenpresse (einschliesslich Fernsehen und Radio) im gigantischen Stil zu tun haben, ist mehr als offensichtlich und auch belegbar.
Niemand – auch nicht Herr Ospelt – wird gezwungen, (meine) Leserbriefe zu lesen. Leserbriefe kann man bekanntlich ignorieren. Ist es nicht erstaunlich: Dass ich in den Zeitungen Leserbriefe veröffentliche, scheint Ospelt offensichtlich mehr zu stören als die Tatsache, dass vieles in den Zeitungen dieser Welt verdreht und verlogen ist. Denn an der von mir kritisierten unehrlichen Presse übt Ospelt in seinem Leserbrief keinerlei Kritik. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ihm als «kritischem Medienkonsumenten» egal ist, dass die Völker dieser Welt via Medien nachweislich massiv getäuscht werden. Etwa auch bezüglich des rechtschaffenen US-Präsidenten Trump.
Die Titel der folgenden gut recherchierten Bücher sprechen für sich: «Gekaufte Journalisten: Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken» (2015, 6. Auflage) von Dr. Udo Ulfkotte; «Das Medienkartell: Wie wir täglich getäuscht werden» (2012) von Eva Herman; «Lügenpresse: Wie uns die Massenmedien durch Fälschen, Verdrehen und Verschweigen manipulieren» (2015) von Markus Gärtner; «Lügenpresse» (2015) von Peter Denk; «Mainstream: Warum wir den Medien nicht mehr trauen» (2016) von Uwe Krüger.
Lassen wir den berühmten französischen Schriftsteller Voltaire sprechen: «Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äussern dürfen.»

Urs Kindle, Binzastrasse 51, Mauren

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