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Leserbrief

Frauen in Führungspositionen

Georg Kieber,Binzastrasse 6, Mauren | 6. März 2017

Landtagswahlen

Das schlechte Abschneiden der Frauen bei den letzten Landtagswahlen könnte teilweise auch damit zusammenhängen, so wird vermutet, dass sich Frauen selbst zu wenig in Position bringen. Dazu ein Beispiel: Kürzlich wurde der Verein für Menschrechte, der auch die Aufgaben der Stabsstelle für Chancengleichheit übernimmt, gegründet; dessen Vorstand besteht mehrheitlich aus Frauen und – sie wählten als Präsidenten einen Mann. Nicht etwa, weil sich dieser als Jurist für Menschenrechte besonders qualifiziert hätte, keineswegs, er ist Psychologe. Aber auf diese Weise bringen sich Frauen eben nicht in Position, und sie vergeben sich möglicherweise auch Chancen.
Die meisten Frauen in Führungsgremien sind übrigens nicht, wie man erwarten würde, in den skandinavischen Ländern, wo die Gleichberechtigung am längsten praktiziert wird, sondern in den USA. Eine der Begründungen dafür ist ernüchternd. Karrieren von Frauen in den USA würden wesentlich dadurch begünstigt, als in Amerika genügend Hausmädchen zu Billigstlöhnen zur Verfügung stünden. Da dieses «Modell» nicht tauglich ist, werden bei uns zur Verbesserung der Chancen von Frauen in Politik und Wirtschaft andere Massnahmen angedacht. Die Diskussionsbeiträge darüber erinnern mich manchmal an den damaligen Abgeordneten Herbert Kindle, der seinen Kollegen im Landtag sagte: Wenn alles so einfach wäre, könnten wir auch ein Gesetz erlassen, das Arbeitslosigkeit verbietet.

Georg Kieber,
Binzastrasse 6, Mauren

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