Leserbrief

Unprofessionelles Vorgehen

Hermy Geissmann,Matschilsstrasse 20, Triesen | 2. März 2017

Winzerjubiläum

An den Präsidenten des Vereins «Winzer am Eschnerberg»: Anlässlich des 25-jährigen Bestehens hat euer Verein «Winzer am Eschnerberg» einen Jubiläumswein kreiert. Für die Etikettengestaltung gab es eine Ausschreibung als Wettbewerb, bei dem ich mit einem speziell dafür gemalten Aquarell teilnahm. Lange Zeit hörte ich überhaupt nichts.
Eines Tages gratulierte mir eine Kollegin, welche ebenfalls am Wettbewerb teilnahm, zum Gewinn des Wettbewerbs. Von deiner Seite wurde ich weder informiert, dass ich gewonnen habe, noch namentlich in den erschienenen Zeitungsartikeln oder sonst wo als Gestalterin der Etikette erwähnt. Ich wurde auch nicht angefragt, ob der Verein überhaupt mein Motiv auf den Wein­etiketten verwenden darf.
Nach geraumer Zeit wollte ich mein Aquarell bei euch zu Hause abholen. Ich wurde von deiner Frau hingewiesen, dass, sofern sie nicht zu Hause sei, sie das Aquarell einfach vor die Haustür stelle. Ich hatte aber Glück, denn deine Frau war noch zu Hause. Sie überreichte mir auf dem Vorplatz ohne ein persönliches Dankeschön für das Copyright, mein Aquarell, eine einzige Flasche des Jubiläumsweins und die Jubiläumsbroschüre eures Vereins. Nur schade, dass eine einzige Flasche Wein zu einem guten Essen mit der Familie oder mit Freunden nicht weit reicht.
Also vielen, vielen Dank für den grosszügigen Preis. Was mich noch wundert ist, ob die anderen Mitglieder des Vereins von diesem unprofessionellen Vorgehen Kenntnis haben?

Hermy Geissmann,
Matschilsstrasse 20, Triesen

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