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Leserbrief

Die Frauen und die Landtagswahlen

Helen Marxer, Floraweg 19, Vaduz | 11. Februar 2017

Markus Meier kann sich nicht vorstellen, dass eine Frau, nur weil sie eine Frau ist, gestrichen wird, weil er sich das bei Männern auch nicht vorstellen kann. Wer Frauen streicht, darf seiner Ansicht nach nicht pauschal als frauenfeindlich bezeichnet werden. Aber gerade seine Partei, die FBP, ist nicht gerade durch frauenfreundliches Wählen aufgefallen. Zwar haben Susanne Eberle-Strub und Michael Ospelt von der FBP gleich viele Stimmen erhalten. Das reicht aber nicht, denn wählen heisst auch streichen, was eben bei den Kandidaten hätte gemacht werden müssen. Aus dem Unterland ist keine FBP-Frau im Landtag und die einzige Kandidatin der FBP im Oberland, Susanne Eberle-Strub, schaffte den fünften Platz nur dank der 161 Sympathie-Stimmen der Freien Liste.
Zieht man nämlich von ihrem Gesamtergebnis, den 3056 Stimmen, die 161 Freie Liste-Stimmen ab, so kommt sie auf 2895 Stimmen. Macht man dasselbe mit dem nicht gewählten, an sechster Stelle stehenden Michael Ospelt und zieht von seinem Ergebnis 2990 Stimmen die 78 FL-Stimmen ab, so käme er auf 2912 Stimmen, hätte also 17 Stimmen mehr als Susanne Eberle-Strub und hätte das Mandat erhalten. Die Sympathiestimmen von der VU haben Eberle-Strubs Aussicht auf ein Mandat verschlechtert, weil sie mehrheitlich Ospelt zukamen.
Man kann also sagen, dass ohne die Stimmen der Freien Liste die FBP keine einzige Frau im Landtag hätte.

Helen Marxer, Floraweg 19, Vaduz

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