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Leserbrief

Frauen den ihnen gebührenden Platz in Politik verschaffen

Vorstand Frauennetz: Christine Schädler, Astrid Walser, Christina Zimmer und Claudia Heeb-Fleck. | 10. Februar 2017

Wer wird die Wahlen gewinnen? Wie viel wird DU zulegen? Wird die Freie Liste verlieren? Wie wird die Koalition aussehen? Diese und ähnliche Fragen haben viele während der letzten Wochen beschäftigt. Wie viele Frauen werden im Landtag sein? Darüber haben sich vermutlich nur wenige Gedanken gemacht. Und nun das: Nur drei Frauen im Landtag! Es ist unfassbar, unverständlich, eine Ohrfeige. An der Qualifikation und den Fähigkeiten der Frauen kann es weiss Gott nicht liegen. Woran liegt es dann? Am Vorurteil, dass Frauen nicht zur Wahl gehen oder ihresgleichen nicht ausreichend unterstützen? An unserem Wahlsystem, bei dem Frauen nur gewinnen können, wenn Männer von der Liste gestrichen werden? Es kann nicht sein, dass alle wieder zur Tagesordnung übergehen und ausser ein wenig verbalem Bedauern nichts Konkretes passiert. Seit 2011 hat die Stabsstelle für Chancengleichheit wegen der massiven Personalreduktion nur noch auf Sparflamme arbeiten können. Dies hatte auch Auswirkungen auf das Frauennetz, welches sich mit verschiedenen Aktionen für die Stellenbeset-zung stark gemacht hat. Das Frauennetz war auch massgeblich an der Schaffung des Vereins für Menschenrechte beteiligt. Seit 1. Januar 2017 ist die Stabsstelle für Chancengleichheit dem Amt für Soziale Dienste als Fachbereich angegliedert und Ende November hat sich das Frauennetz als selbstständiger Verein etabliert. Nach diesem aus Frauensicht empörenden Ergebnis der Landtagswahlen zeigt sich, dass es offenbar nach wie vor von allen Seiten massive Anstrengungen braucht, um den Frauen den ihnen gebührenden Platz in der Politik zu verschaffen. Wir gratulieren den drei gewählten Frauen zur Wahl und wünschen ihnen viel Erfolg und Freude bei der politischen Arbeit.

Vorstand Frauennetz: Christine Schädler, Astrid Walser, Christina Zimmer und Claudia Heeb-Fleck.

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