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Leserbrief

Rechnung sollte von Anfang an stimmen

Franz Schädler,Rossbodastrasse 27, Triesenberg | 3. Februar 2017

Präsidial-Gebäude

In den Landeszeitungen vom 27. Januar 2017 war zu lesen: Ein Freudentag für die Regierung, eine unendliche Geschichte geht zu Ende. Über sieben Jahre lang stand das Gebäude leer und erhitzte die Gemüter. Begonnen hat alles im Jahre 2009 als der Landesausschuss unter der Regierung Otmar Hasler den Kauf von der Gemeinde Vaduz einleitete. Die Kaufsumme belief sich auf 30 Millionen Franken. Der Kauf war schon damals umstritten und die unendliche Geschichte nahm ihren Lauf. Wer hat damals die Katze im Sack gekauft? Wer hat verschwiegen, dass das Gebäude nicht genutzt werden kann, weil es nach gültigem Zonenplan nicht in der öffentlichen Zone stand? Zwischenzeitlich wurde eine temporäre Lösung gefunden. Trotz Umbaukosten von 5,6 Millionen Franken soll das Haus nach zehn Jahren ein Sparpotenzial von 14 Millionen bringen und somit jährlich 1,4 Millionen Mietkosten einsparen.
So weit so gut. Nun die Frage: Wieviele Millionen an Unterhalt, Aufwand und entgangenem Zins hat das Gebäude in den vergangenen sieben Jahren, in denen es leer stand, gekostet? Stimmt es, dass dies milde gerechnet jährlich circa 1 bis 1,5 Millionen Steuergelder waren? Somit wären die zukünftigen 1,4 Millionen Mietkosteneinsparungen wieder aufgebraucht. Wurden diese angefallenen Kosten in der heute positiven neuen Berechnung und Berichterstattung berücksichtigt? Oder schaut, wenn man alles einrechnet, die Rechnung nicht mehr so positiv aus, wie sie nun vor den Wahlen dargestellt wird? Im Haus der Finanzen sollte die Rechnung von allem Anfang an stimmen und keine geschönte Bilanz publiziert werden.

Franz Schädler,
Rossbodastrasse 27, Triesenberg

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