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Leserbrief

Fair geht vor

Nina Navarro und die Klasse 2c des LG mit ihrem «Religion und Kultur»-Lehrer Peter Mennel | 27. Januar 2017

Kinderarbeit

Im «Religion und Kultur»-Unterricht haben wir uns mit Kinderrechten beschäftigt. Die Elfenbeinküste in Westafrika liefert die meisten Kakaobohnen für die internationale Schokoladeindustrie. Auf den dortigen Kakaoplantagen arbeiten rund eine Million Kinder. Die Schule haben die meisten von ihnen nie besucht. Hundertausende von diesen Kindern sind aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso von Menschenhändlern verschleppt worden. Die Kinder arbeiten bis zu 15 Stunden am Tag und schlafen auf nacktem Boden in Lehmhütten. Nahezu alle dieser Kinder verrichten gefährliche und beschwerliche Arbeiten. Sie ernten zum Beispiel mit scharfen Macheten Kakaoschoten, schleppen Säcke mit Kakaobohnen oder Wasser für die Behandlung mit Insektiziden. Mit der Duldung von Kinderarbeit verstösst die Schokoladenindustrie gegen ihre 2010 formulierten Selbstverpflichtungen, die Kinderarbeit in ihrer schlimmsten Form bis 2020 um 70 Prozent zu reduzieren, und gegen ihre Behauptungen in Werbefilmen, Massnahmen gegen die Kinderarbeit zu setzen. Eine Studie der Tulane University belegt: Die Zahl der arbeitenden Kinder ist nicht gesunken, sondern sogar gestiegen.
Was können wir tun? Wir können entscheiden, welche Schokolade wir kaufen: «Schmutzige Schokolade», die mit Kinderarbeit produziert wurde, oder Schokolade aus fairem Handel (Zum Beispiel mit «Fair Trade»- und «Max Havelaar»-Logo), der uns «saubere Schokolade» garantiert.


Nina Navarro und die Klasse 2c
des LG mit ihrem «Religion und Kultur»-Lehrer Peter Mennel

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