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Leserbrief

Es geht um mehr als nur Windräder

Markus Wille,Plattenbach 27, Balzers | 26. Januar 2017

In Balzers soll bekanntlich eine Windkraftanlage gebaut werden. Die Opposition hat sich formiert und wirft mit Argumenten um sich. Wohl an, ihr gutes Recht.
Die Gründe die sie anführen sind zahlreich: drohende Rodungen, Verschandelung der Landschaft, negative Auswirkungen auf Investitionen oder Brandgefahr. Die Argumentationen sind alles in allem aber etwas zu schwach, um einen Abstimmungskampf zu gewinnen. Also wird die Wissenschaft bemüht. Wissenschaftler empfehlen dies, Wissenschaftler empfehlen das. Aber wo sind die Beweise? In diesem Fall ist nichts bewiesen, aber es tönt gut. Und es tut seinen Zweck, nämlich Panikmache. Das halte ich für äusserst fragwürdig. Viel ehrlicher wäre einfach zu sagen – «I mag das ned. Es luagt grusig us.» Basta.
Wenn es die im letzten Flyer aufgeführten krassen Einflüsse auf Natur und Menschen eindeutig zu beweisen wären würden wir doch auch in den News oder Zeitungen davon lesen. Es wäre für die Atomlobby oder andere kritische Gruppen ein gefundenes Fressen. Balzers ist nicht so einmalig. Weltweit wurden schon zahlreiche Windkraftanlagen auf dem Festland und in der Nähe von Siedlungen realisiert. Aber vielleicht hält die Lügenpresse das alles auch zurück.
Ich bin überzeugt, dass keiner der Gegner ein Freund der Atomkraft ist oder ein AKW in der Nähe wollen. Trotzdem nehmen sie in Kauf, dass diese durch das Verhindern von Alternativen weiterbetrieben werden können. Seit geraumer Zeit können wir bei den LKW Strom aus alternativer Produktion (Sonne, Wind etc.) beziehen, der irgendwo produziert wird, wo es uns nicht stört. Kümmert es denn die Opponenten, ob es dort Auswirkungen auf Natur oder Menschen hat, wie sie uns ja weissmachen wollen? Wohl kaum.
Bei dieser Anlage geht es um viel mehr als ein paar Windräder. Es geht darum, dass wir unseren Anteil mittragen müssen, Verantwortung für unser Handeln übernehmen müssen.
Machen wir den ersten Schritt und lassen in Ruhe abklären, was es heis­sen würde, wenn wir Windräder auf And stehen hätten. Dann können auch die Wissenschaftler aufgeboten werden und wir können sie direkt fragen und sie können uns ihre Beweise oder Gegenbeweise vorlegen. Wo liegt hier ein Problem frage ich mich? Darum ein Ja auf den Abstimmungszettel.

Markus Wille,
Plattenbach 27, Balzers

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